Poker um Mika Schroers – Frühe Krisenstimmung in Düsseldorf
Die Liga nach den ersten beiden Spieltagen und vor dem DFB-Pokal
Im Visier des 1. FC Nürnberg: Mika Schroers. © IMAGO / Eibner
Die ersten beiden Spieltage in der 3. Liga sind absolviert. Optimal verlaufen ist der Start nur für den 1. FC Saarbrücken und den MSV Duisburg, die mit sechs Punkten ganz oben stehen, während mit dem TSV Havelse, dem SC Verl, dem SV Wehen Wiesbaden und Fortuna Düsseldorf vier Teams noch punktlos sind – dabei waren gerade bei den beiden letztgenannten Teams die Ambitionen eigentlich ganz andere.
Nachdem auf ein 1:2 bei Waldhof Mannheim eine ernüchternde 0:2-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim II gefolgt ist, herrscht rund um Fortuna Düsseldorf früh Krisenstimmung. Noch genießt Trainer Alexander Ende zwar das Vertrauen der Verantwortlichen, doch der auf dem 46-Jährigen lastende Druck ist nach dem Fehlstart und der im Frühjahr gescheiterten Rettermission bereits enorm. Ein guter Auftritt am Sonntag im DFB-Pokal gegen den SC Freiburg wäre deshalb nicht unwichtig.
Selbiges gilt für den SV Wehen Wiesbaden, der am Samstag auf Bayer Leverkusen trifft. Im Vergleich zu Düsseldorf ist das Umfeld zwar deutlich ruhiger, doch die Unzufriedenheit mit den Pleiten gegen Preußen Münster (1:3) und bei den Würzburger Kickers (0:4) ist dennoch enorm. Neben Trainer Daniel Scherning befindet sich vor allem der für die Kaderzusammenstellung verantwortliche Geschäftsführer Uwe Stöver in der Kritik,
Aachen bei Schroers wenig verhandlungsbereit
Alemannia Aachen hat noch vor dem Wochenende den Vertrag mit Florian Heister nach zweieinhalb Jahren einvernehmlich aufgelöst. Wohin es den 29-Jährigen zieht, der am Tivoli keine Perspektive mehr hatte, ist offen. Bleiben soll hingegen Unterschiedsspieler Mika Schroers, um den aber weiterhin der 1. FC Nürnberg wirbt. Die Franken sollen ihr erstes Angebot um rund 50 Prozent erhöht und inzwischen den siebenstelligen Bereich erreicht haben. Die Alemannia allerdings zeigt laut Bild bislang wenig Verhandlungs- bzw. Kompromissbereitschaft, sodass der Transfer auch scheitern könnte.
Noch einmal verstärkt hat sich derweil die SG Sonnenhof Großaspach, die Franz Xaver Bleicher vom FC Augsburg ausgeliehen hat. Der 19-Jährige, der beim FCA nur in der zweiten Mannschaft spielte, ist eine weitere Alternative für das Mittelfeld des Aufsteigers.