SC Verl: Aktiv & mutig auch in Liga drei

Capretti will sich nicht verstecken

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Montag, 06.07.2020 | 11:33
Verl-Coach Guerino Capretti

Guerino Capretti will auch in der 3. Liga mutigen Fußball spielen lassen. ©imago images/Duenhölter SportPresseFoto

Nach acht Jahren hat der SC Verl bekanntlich die Regional- in Richtung 3. Liga verlassen. Dort angekommen, will der Klub aber nicht in das oftweilen typische Muster von Aufsteigern verfallen, die in der neuen Spielklasse gerne zu einer kompakten Defensive inklusive destruktiver Spielweise tendieren.

„Auch in Liga 3 wollen wir unseren Fußball spielen und weiterentwickeln. Wir wollen weiterhin die aktive Mannschaft sein und offensiven Fußball bieten“, verspricht Trainer Guerino Capretti auf der Homepage des SC.

Letztjährige Aufsteiger machen es vor

Genau das zeichnete Verl zuvor in der Regionalliga aus, 51 Treffer erzielte die Mannschaft in ihren 23 Spielen, bis die Saison auf Grund von Corona vorzeitig beendet wurde. Lediglich Rödinghausen, dessen frühzeitiger Verzicht den Verler Aufstieg erst möglich machte, zeigte sich noch torhungriger (66 Treffer).

Dass ein offensiver Spielansatz in Liga drei zum Erfolg führen kann, im Fall des SC ist das selbstverständlich der Klassenerhalt, bewiesen in jüngerer Vergangenheit bereits andere Aufsteiger. Während der Nachwuchs des FC Bayern jüngst gar die Meisterschaft feierte, versteckten sich mit Mannheim und Köln zwei weitere Neulinge keineswegs und wurden dafür mit einem weiteren Jahr in der 3. Liga belohnt.

über die Kaderplanung
„ Aufgrund der zweigleisigen Planung mussten wir finale Gespräche auf Juli verschieben. ”
Präsident Raimund Bertels

Neuzugänge konnte Verl derweil noch keine präsentieren, doch Präsident Raimund Bertels ist optimistisch, dass sich das bereits in Kürze ändert. „Aufgrund der zweigleisigen Planung mussten wir finale Gespräche auf Juli verschieben“, erklärte er den bisherigen Mangel an neuen Gesichtern.

Ganz oben auf dem Zettel der Verantwortlichen dürften dann auch Gespräche über einen Verbleib zweier Leistungsträger stehen. Zlatko Janjic (15 Tore) und Aygün Yildirim (13) führen die teaminterne Torjägerliste an und waren mit ihren Treffern maßgeblich an der erfolgreichen Spielzeit beteiligt. Um auch eine Klasse höher aktiv und offensiv zu agieren, benötigt Capretti genau solche Spielertypen.