SC Verl: Capretti offenbar begehrt

Bertels weiß nichts von angeblichem Interesse

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Mittwoch, 30.12.2020 | 08:28
Raimund Bertels und Rino Capretti

Erfolgsgespann: Präsident Raimund Bertels (l.) und Guerino Capretti. ©Imago images/Noah Wedel

Der SC Verl ging als großer Underdog in die laufende Spielzeit und strafte alle Kritiker Lügen. Platz sieben steht aktuell zu Buche. Noch beeindruckender als die bloßen Zahlen ist allerdings die moderne Spielweise, mit der der SCV teils verzückt, sodass auch wir jüngst den Coach des Aufsteigers adelten: Chapeau, Rino Capretti.

Guerino, genannt Rino, Capretti, ist der Architekt des Erfolgs bei den Schwarz-Weißen. Das bleibt auch andernorts nicht unbemerkt. So soll laut Reviersport bereits im Sommer die FC Bayern U23 ihre Fühler nach Capretti ausgestreckt haben und dies für die kommende Spielzeit erneut versuchen.

Vertrag bis 2022

SCV-Präsident Raimund Bertels bügelt das vermeintliche Interesse ab: „Davon weiß ich wirklich nichts.“ Dass Capretti es allerdings in die Notizblöcke geschafft hat, deutet der Präsident vielsagend an: „Rino macht einen hervorragenden Job und wird vielleicht von einigen Klubs beobachtet.“

Auch ihnen wird der steile Aufstieg Caprettis aufgefallen sein, hinter dem harte Arbeit liegt. In der Westfalenliga 1 sammelte der heute 38-Jährige erste Trainer-Erfahrungen beim Delbrücker SC, ehe er beim SC Verl über Jahre das System entwickelte, das ihn in der Saison 2019/20 nur zwei Ligaspiele verlieren ließ.

Die Feuertaufe 3. Liga bestand Capretti mit der bisherigen Hinrunde und hat allen Grund, mit dem SCV langfristig zu denken. So erinnert auch Bertels angesichts des offenbar begehrten Trainers gerne daran: „Er steht bis zum 30. Juni 2022 beim SC Verl unter Vertrag. Ich habe keine Kenntnis davon, dass sich das zu diesem Zeitpunkt ändern sollte beziehungsweise könnte.“