SG Sonnenhof Großaspach: Der Saison-Rückblick 2016/17

Was war gut, was war schlecht?

Großaspacher Spieler bilden eine Jubeltraube

Viel Grund zum Jubeln gab es bei Großaspach: Das Saisonziel Klassenerhalt ist erreicht. ©Imago/sportfoto

Die SG Sonnenhof Großaspach bleibt weiter drittklassig. Unter dem neuen Trainer Oliver Zapel gelang der Sportgemeinschaft eine bemerkenswert ruhige Saison, die sie auf Platz zehn abschloss. Vor allem in der Hinrunde war Großaspach stark, lag nach 19 Spielen sogar einen Zähler vor dem jetzigen Relegationsteilnehmer Regensburg.

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Was war gut?
In der Hinrunde schoss die SGA 29 Tore in 19 Spielen, ligaweit der viertbeste Wert. Damit lagen sie in der Tabelle nur vier Punkte hinter einem Aufstiegsplatz. Vor allem der starke Saisonstart war nach den vielen Abgängen im Sommer nicht zu erwarten. Nur eine Niederlage aus den ersten sieben Spielen – damit schafften sich die Rot-Schwarzen eine gute Ausgangsposition für die restliche Saison.

Was war schlecht?
In der Rückrunde lief es auf fremden Plätzen nicht mehr so gut. Nur zwei Auswärtssiege gelangen Großaspach seit der Winterpause, bloß vier Teams waren schlechter. Mit nur sieben Treffern aus den letzten zehn Auswärtsspielen war die Zapel-Elf zudem das ungefährlichste Team der Liga.

Wer hat überrascht?
Lucas Röser kam von Hoffenheim II und erzielte in den zwei Spielzeiten vor seinem Wechsel zusammen 14 Tore in der Regionalliga Südwest. Diese Marke knackte er in nur einer Saison bei Großaspach und avancierte damit zum drittbesten Torjäger in Liga drei.

Großaspachs Trainer Oliver Zapel dirigiert seine Mannschaft

Trainer Oliver Zapel verlässt die SGA am Saisonende. Wer wird sein Nachfolger? ©Imago

Wer hat enttäuscht?
Sturmpartner für Röser wurden verzweifelt gesucht. Alexander Aschauer, vor der Saison von Austria Lustenau gekommen, konnte diese Rolle nicht ausfüllen. Deshalb wurde im Winter nachgelegt. Mit Joseph-Claude Gyau kam ein talentierter Stürmer leihweise aus Dortmund, Mario Rodríguez wechselte auf Leihbasis von Dynamo Dresden. Zum guten Saisonergebnis der SGA konnten sie allerdings nur wenig beitragen, bloß ein Tor schoss jeder von ihnen in der Rückrunde.

Wie haben die Neuen eingeschlagen?
Das Personalkarussell drehte sich kräftig im Sommer. Großaspach musste unter anderem Dittgen, Rizzi und Schröck ersetzen. Dies versuchten sie vor allem mit jungen Spielern aus den Akademien der Bundesligisten. Ein Transfer entpuppte sich als wahrer Glücksgriff, denn Lucas Röser wurde zum absoluten Leistungsträger. Ansonsten ist die Bilanz eher durchwachsen: Joseph-Claude Gyau bekam in der Rückrunde Einsatzzeiten, konnte aber nicht überzeugen. Der Ex-Kölner Marcel Damaschek spielte nahezu keine Rolle, genauso wie der lange verletzte Matthias Stüber, der zur Rückrunde nach Bissingen verliehen wurde.

Der Kaiserslauterer Manfred Osei Kwadwo konnte sich in der zweiten Liga nicht durchsetzen und probierte es über den Umweg dritte Liga. In der Hinrunde waren seine Leistungen mit 3 Treffern und zwei Vorlagen gut, in der Rückrunde war er jedoch nur noch Mitläufer. Seine Leihe endet im Sommer.

Lucas Aschauer bestritt von 2010 bis 2013 bereits 55 Drittliga-Spiele für Burghausen und Stuttgart II. Für einen Stürmer schießt er eindeutig zu wenig Tore. Letzte Saison gelang ihm nur ein Treffer in der zweiten österreichischen Liga, auch in dieser Saison steht für ihn lediglich ein Saisontor zu Buche.

Der gebürtige Stuttgarter David Yelldell kehrte im Sommer in seine schwäbische Heimat zurück. Hinter Kevin Broll absolvierte er die Saison als Ersatzkeeper und kam so nur zu sechs Einsätzen. Dennoch ein kluger Transfer der Großaspacher, denn der erfahrene Profi (u.a. Stuttgarter Kickers, Bayer Leverkusen) wird im nächsten Jahr spielender Torwart-Trainer.

Innenverteidiger Marlon Krause kam aus Kiel, wo er fast die komplette Saison mit einem Kreuzbandriss ausfiel. Bei Großaspach fand er auf Anhieb zurück in die Spur, machte 33 Saisonspiele. Spielte Großaspach in einem 3-5-2 System war er neben Gehring und Leist als Innenverteidiger gesetzt, ansonsten agierte der unermüdliche Arbeiter im defensiven Mittelfeld.

Der zuvor vereinslose Nico Gutjahr kam im September zur Mannschaft, hatte zwei Kurzeinsätze und fiel dann den Rest der Saison mit Oberschenkelproblemen aus. Michael Maria brachte es auf 17 Einsätze, konnte aber nicht überzeugen.

Wie geht´s weiter?
Vor allem die Trainersuche wird die Sonnenhof-Verantwortlichen beschäftigen: Coach Oliver Zapel bat bekanntlich um eine Vertragsauflösung. Seitdem sucht der Verein fieberhaft nach einem Nachfolger, damit auch die Kaderplanungen für die kommende Saison vorangetrieben werden können.

Der wichtigste Spieler verlässt Großaspach: Top-Torschütze Röser schließt sich im Sommer Dynamo Dresden an. Der Vertrag mit Damaschek wurde einvernehmlich aufgelöst. Jeremias Lorch geht nach Wehen Wiesbaden und Marlon Krause verlässt die Großaspacher nach nur einem Jahr bereits wieder. Die Rot-Schwarzen werden daher eine neue Alternative im Abwehrzentrum, sowie auf der Linksverteidigerposition benötigen. Auch im Sturm muss die SGA nachlegen. Die Scouts werden wieder nach jungen, entwicklungsfähigen Spielern auf den gesuchten Positionen Ausschau halten.

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