Sonnenhof Großaspach auf dem Weg zur Attraktivität

Fehler im Lernprozess inbegriffen

Onur Ünlücifci von Sonnenhof Großaspach

Onur Ünlücifci war mit seinem Freistoß Ausgangspunkt für den Punktgewinn. ©imago images/Pressefoto Baumann

Die SG Sonnenhof Großaspach konnte einerseits einen Punkt nach 0:2-Rückstand feiern, musste auf der anderen Seite durch Siege der Konkurrenz das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz hinnehmen. Doch das fußballerische Potenzial der Mannschaft wurde in der zweiten Halbzeit einmal mehr deutlich. Zufrieden war Trainer Oliver Zapel dennoch nicht.

„Natürlich stecken wir in einer Entwicklung auf dem Weg zu attraktivem Offensivfußball, den wir hier zeigen wollen. Aber trotzdem erwarte ich von meiner Mannschaft, dass sie so ein Spiel gewinnt.“, so Zapel noch am Wochenende in der Marbacher Zeitung, nicht ohne sich auch über einen verweigerten Elfmeter zu ärgern.

Personelle Weichen stehen auf Angriff

Doch der Weg zum attraktiven Fußball, den man beim „Dorfklub“ schon lange vermisst, muss ab und an mit Lehrgeld bezahlt werden. Dazu gehört etwa die Situation vor dem 0:1, als sich die SG dank neuer Abstoß-Regel aus dem eigenen Strafraum herauskombinieren wollte, was in einem fatalen Fehlpass von Constantin Frommann mündete.

Auch wenn dieser Lapsus selbstverständlich dem Torwart anzukreiden ist, zeigt er doch, dass die spielerische Lösung inzwischen Priorität hat. Denn ohne diese Richtlinie hätte der Keeper die Situation wohl mit einem hohen weiten Ball gelöst.

Die Torwart-Rochade war nicht der einzige Personal-Wechsel, den der Aspacher Coach im Dienste von mehr Offensive vornahm. Orrin McKinze Gaines stand nach guten Eindrücken in der Länderspielpause zum zweiten Mal in dieser Saison in der Startelf. SGA-Urgestein Kai Gehring musste den fußballerisch stärkeren Julian Leist und Korbinian Burger in der Innenverteidigung den Vortritt lassen.

Auch, dass Onur Ünlücifci erstmals zu einem Einsatz kam und den Ausgleich vorbereitete, ist ein Zeichen in Richtung mutigeren Fußball. Der 22-Jährige gilt als sehr talentiert, doch hat noch nicht ganz die Anpassung an die 3. Liga geschafft, nachdem er in Würzburg fast ausschließlich in der Bayernliga auflief.

Für den Mut wurde die SGA in Halbzeit zwei belohnt. Sicherlich spielten die teilweise recht unbekümmert agierenden jungen Bayern eine Rolle im Comeback der SGA nach der Pause, doch schon nächste Woche trifft man mit Unterhaching auf eine ebenfalls nach vorne spielende Mannschaft. Die Zuschauer wird es freuen.

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