Sonnenhof Großaspach: Turmspringen und Tauziehen im Boot Camp

Saisonvorbereitung mal anders

Oliver Zapel als Trainer der SG Sonnenhof Großaspach

SG-Trainer Oliver Zapel schickt seine Mannschaft auf eine ungewöhnliche Mission. ©Imago images/Martin Hoffmann

Während die meisten Profivereine in Deutschland in der Vorbereitung auf bewährte Muster vertrauen und ihre Fitnesseinheiten in Trainingslagern absolvieren, überraschte die SG Sonnenhof Großaspach gestern mit der Meldung, sie schicke ihre Spieler ins „Boot Camp“.

Der Begriff stammt aus dem Militär und bezeichnet ein Lager, in dem neue Kadetten auf Vordermann gebracht werden sollen. Mit diesen hat das Camp des Dorfklubs in den Aspacher Weinbergen freilich nichts zu tun, stattdessen geht es bei der SG um Fitness und die Stärkung des Teamzusammenhalts, wie der Verein auf seiner Twitterseite dokumentiert.

Wolfgang Petry am Abend

Dort zu sehen: Krafteinheiten, in denen die Spieler mit einer Säge einen Baumstamm bearbeiten oder sich im Tauziehen üben. Kombiniert werden die Einheiten mit mentaler Muskelkraft, wo sich die Kurzzeitkadetten überlegen müssen, wie sie zu viert einen Traktorreifen am besten auf eine Anhöhe bekommen. Konzentration und Koordination ist für die Aspacher Bootcamper beim Bogenschießen, sowie bei Rätseln, die in weitere Ausdauereinheiten integriert werden, gefragt.

Dass der Spaß nicht zu kurz kommt, zeigen Bilder vom „Turmsprung-Wettbewerb“ ins kühle Nass sowie von singenden Großaspachern, die in der Halbdunkelheit zur Handgitarre „Verlieben, verloren, vergessen, verzeih’n“ von Wolfgang Petry schmettern. Danach geht es ab ins Zelt, wo Annehmlichkeiten wie Betten, Steckdosen oder fließendes Wasser fehlen.

Bei Stress künftig ganz cool?

Das alles wurde von Cheftrainer beziehungsweise – um beim Bootcamp zu bleiben – Oberaufseher Oliver Zapel initiiert, zur „Schulung der Überwindung von physischen und mentalen Stresssituationen. Außerdem gehört natürlich auch eine gehörige Portion Teambuilding zu den Zielen.“ Zapel sieht sein „Camp des Grauens“, wie er es selbst auf der Vereinshomepage bezeichnet, als gute Abwechslung zum normalen Training, in der „auch der Wettkampffaktor die ganze Zeit omnipräsent“ sei und die Spieler “ bis aufs Allerletzte“ fordere.

Es darf gespannt zu beobachten sein, ob sich beim Dorfklub nach dem heute Abend überstandenen Bootcamp jetzt ein spezielles Zusammengehörigkeitsgefühl breit macht. Eins ist aber sicher: Mit den ungewöhnlichen Methoden hat Zapel neue Reize gesetzt.

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