1860 München bestätigt: Vertrag mit Pusic aufgelöst

"Beste Variante."

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Dienstag, 08.12.2020 | 11:49
Günther Gorenzel beim TSV 1860 München

Günther Gorenzel muss im Angriff neu planen. ©Imago images/Sven Simon

Es wurde bereits darüber spekuliert, nun ist es amtlich: Der TSV 1860 München gab am heutigen Dienstag die Auflösung des Vertrages von Martin Pusic „in beiderseitigem Einvernehmen“ bekannt.

Gorenzel versöhnlich

„Mit der Vertragsauflösung haben wir die für 1860 München beste Variante gewählt, denn wir brauchen stets Spieler, die mit Leib und Seele bei der Sache sind“, so der 1860-Geschäftsführer Günther Gorenzel. Aus der Pressemitteilung der Löwen geht hervor, dass sich Pusic aus privaten Gründen nicht auf Fußball konzentrieren könne.

Trotz des Wirbels in den letzten Wochen schließt Gorenzel mit versöhnlichen Worten: „Wir wünschen Martin Pusic für seinen weiteren Lebensweg alles Gute und hoffen, dass er seine private Situation, die ihn derzeit stark belastet, gut übersteht. Denn bei allem Streben nach Punkten und Erfolg sollte immer der Mensch im Vordergrund stehen.“

Kein anderer Verein ohne „Abstandszahlung“

Im September vom SV Mattersburg gekommen, wurde Pusic als Alternative im Sturm-Zentrum eingeplant und langsam aufgebaut, bis er gegen die SpVgg Unterhaching sowie die MSV Duisburg zwei Startelf-Einsätze feierte.

In der Folge setzte ihn ein Mittelhandbruch außer Gefecht. Von diesem erholt stand er gegen Türkgücü das letzte Mal im Kader, ehe er für die Partie gegen Viktoria Köln bereits Sonderurlaub erhielt und sich offenbar auf den Weg in seine österreichische Heimat machte.

Es folgt die jetzige Vertragsauflösung, in der eine Vereinbarung beider Seiten enthalten ist: Pusic darf während der ursprünglichen Vertragslaufzeit für keinen anderen Verein auflaufen, es sei denn es wird eine Abstandszahlung beglichen. Auch Pusic ist um versöhnliche Worte bemüht: „Ich wünsche dem TSV 1860 München, dem Team und ebenso den Fans alles Gute.“

Für die Löwen ist die Situation eine knifflige: Alternativen im Sturm gab es zuletzt nur mit den Talenten Matthew Durrans und Johann Ngounou Djayo. Angreifer Tim Linsbichler, der ebenfalls im Sommer verpflichtet wurde, befindet sich noch im Aufbautraining, wann er mit der Mannschaft auf dem Feld stehen kann, ist noch nicht abzusehen.

Noch mehr Verantwortung lastet durch die Lage auf den Schultern von Sturm-Veteran Sascha Mölders.