Türkgücü München: Alle Augen auf Sararer

Kapitän überzeugt mit Spielstärke

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Montag, 28.09.2020 | 12:03
Sercan Sararer gegen den FCK.

Sercan Sararer war gegen den FCK nicht zu stoppen. ©imago images/kolbert-press

Die geballte Zweitliga-Erfahrung verpflichtete Türkgücü München in Person von Sercan Sararer. Trainer Alexander Schmidt machte den 30-Jährigen daher auch nicht ganz überraschend zum Kapitän, der mit eben dieser Erfahrung vorneweg marschieren sollte. Das tat der Rechtsfuß an den ersten beiden Spieltagen – mit Leistung.

„Ich bin absolut fit und bereit, mit Türkgücü in der dritten Liga anzugreifen und kann es kaum erwarten, wieder auf dem Platz zu stehen“, hatte er bei seiner Verpflichtung angekündigt und ließ diesen Worten bislang Taten folgen. Einem Tor und einem Assist zum Auftakt gegen den amtierenden Meister der FC Bayern U23 folgten am Sonntag zwei Assists gegen den FCK. Da er mit seinem Schuss das Handspiel von Kevin Kraus vor dem Elfmeter quasi erzwang, legte er je nach Interpretation gar alle Tore auf.

Dreh- und Angelpunkt in der Offensive

Somit war Sararer an allen fünf Toren des Aufsteigers in dieser Saison beteiligt. Doch es sind nicht nur die nackten Zahlen, die seine Bedeutung für das Team unterstreichen. Speziell gegen die „Roten Teufel“ war der gebürtige Nürnberger Dreh- und Angelpunkt der Offensive, lief immer wieder in die vom Gegner großzügig angebotenen Zwischenräume und forderte den Ball.

Mit der Kugel am Fuß und dank des besseren Begleitschutzes, den der FCK anbot, drehte Sararer so groß auf und setzte immer wieder seine Nebenleute in Szene. „Wir haben genau das umgesetzt, was wir uns nach dem Bayernspiel vorgenommen haben“, lobte Schmidt auf der Klub-Homepage aber ausdrücklich die ganze Mannschaft für ihren mutigen Auftritt.

Spielgestalter auch in Mannheim

Dieser erinnerte über weite Strecken an das Auftreten des kommenden Gegners in dessen erstem Drittliga-Jahr, Waldhof Mannheim. In der Kurpfalz wird Türkgücü am kommenden Samstag gefordert. Mehr Gegenwehr als gegen den FCK ist dabei zweifelsohne zu erwarten, zumal der Waldhof selbst auch auf ein schnelles Umschaltspiel setzt.

Sararers Bälle in die Tiefe, wie vor dem 1:0 durch Petar Sliskovic am vergangenen Sonntag, werden auch dann wieder besonders gefragt sein. Klar ist: In der aktuellen Form führt an einem Stammplatz für ihn im offensiven Mittelfeld kein Weg vorbei.