Türkgücü München: Schmidt hadert mit Remis

"Ich glaube schon, dass wir einen Sieg verdient gehabt hätten."

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Montag, 02.11.2020 | 08:54
Alexander Schmidt beim FC Ingolstadt

Zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: Türkgücü-Trainer Alexander Schmidt. ©Imago images/Passion2Press

Als sich Ünal Tosun am gestrigen Sonntag in der Schlussphase der Partie gegen den FC Ingolstadt im gegnerischen Strafraum drehte und einen strammen Schlenzer abgab, schien es, als gelänge dem Aufsteiger doch noch der Sieg, doch FCI-Keeper Fabijan Buntic hatte mit seiner herrlichen Parade etwas dagegen.

Es blieb beim 1:1, also dem vierten Unentschieden im siebten Spiel. Ein Punkt gegen Aufstiegsaspirant Ingolstadt – sicherlich keine schlechte Ausbeute, wenngleich für Türkgücü-Coach Alexander Schmidt mehr drin gewesen wäre.

„Ich glaube schon, dass wir einen Sieg verdient gehabt hätten. Wir waren gut im Spiel, die Mannschaft hat alles abgerufen, gute Chancen gehabt“, so der Fußballlehrer nach der Partie am Mikrofon von MagentaSport.

Wann folgt der nächste Schritt?

Allerdings hätte Türkgücü am Ende trotz einer engagierten Vorstellung auch mit leeren Händen dastehen können, hätte Schanzer-Torjäger Stefan Kutschke seinen Kopfball nicht völlig freistehend am Gehäuse vorbeigeköpft.

So war das Remis am Ende doch ein durchaus gerechtes. Mit nur einer Niederlage aus sieben Spielen liest sich die Bilanz Türkgücüs gut, der Aufsteiger ist in der 3. Liga schnell angekommen. Um den nächsten Schritt zu gehen, ist allerdings eine Steigerung in der Arbeit gegen den Ball nötig.

Der Aufsteiger kassiert mit 1,71 Treffern pro Partie die sechstmeisten der Liga und reißt seine durch eine meist sehr ansehnliche Spielweise errichteten Teil-Erfolge damit ein. Im Schnitt zwei erzielte Tore pro Partie weisen Türkgücü jedenfalls als die beste Offensive der Liga aus – gemeinsam mit dem kommenden Gegner, dem FC Hansa Rostock. An der Ostsee wird der nächste Entwicklungsschritt gefordert sein, wenn etwas Zählbares mit in die bayerische Landeshauptstadt genommen werden soll.