Türkgücü München: Statement zu Kivran-Rückzug

Investorensuche, "um Fortbestand des Vereins zu sichern"

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Dienstag, 29.12.2020 | 08:22
Max Kothny bei Türkgücü München

Geschäftsführer Max Kothny ist nun mehr denn je gefragt. ©Imago images/Krieger

Das Wort „Paukenschlag“ wird im Fußball oft überstrapaziert, bei Türkgücü München trifft es dieser Tage zu. Bereits kurz vor Weihnachten berichtete Sport 1, dass sich Investor Hasan Kivran zurückzieht. Die offizielle Bestätigung stand lange aus, nun aber veröffentlichte der Verein eine Stellungnahme auf der Vereinshomepage.

„Hasan Kivran möchte sein finanzielles Engagement bei Türkgücü München beenden und seine Anteile an der GmbH verkaufen“, heißt es dort und weiter: „Um den Fortbestand des Vereins zu sichern, gilt es nun einen oder mehrere Investoren zu finden, die Kivrans Anteile übernehmen möchten.“

Schneller Aufstieg wird jetzt zum Problem

Türkgücü ist also auf Investorensuche und was das Besondere ist: nicht, um etwa mehr finanzielle Mittel zur Verfügung zu haben – es geht um die Existenz des Klubs, der in den letzten Jahren einen steilen Aufstieg hinlegte.

2016 stieg Kivran bei Türkgücü München ein. Der Verein, Nachfolger des 2001 insolvent gegangenen SV Türk Gücü München, der sich einst bis in die Bayernliga vorkickte, befand sich gerade in der Landesliga. Als Langzeitziel gab Kivran zunächst die Regionalliga aus, welche der Verein 2019 erreichte.

Es folgte der Komplettumbruch. Spieler mit Profi-Erfahrung wie Karl-Heinz Lappe oder Sercan Sararer wurden verpflichtet, dazu Leistungsträger aus dem nahen Umland, die sich unter der Regie von Ex-1860-Trainer Reiner Maurer an die Tabellenspitze kickten und schließlich aufstiegen.

Das schnelle Emporkommen des Vereins aus der bayerischen Landeshauptstadt sei jetzt übrigens der Grund, warum es für Türkgücü nicht möglich ist, „ohne einen Geldgeber komplett auf eigenen Beinen zu stehen“, wie es aus dem Vereins-Statement weiter heißt. Es stehen arbeitsreiche Wochen an für Geschäftsführer Max Kothny und Co.