Türkgücü München: Zu abhängig von Sarerer & Sliskovic

Offensive Lebensversicherung des Aufsteigers

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Freitag, 18.12.2020 | 11:07
Petar Sliskovic gegen den VfB Lübeck.

Mit zehn Treffern ist Petar Sliskovic (l.) Türkgücüs gefährlichster Angreifer. ©imago images/passion2press

Mit furiosem Angriffsfußball in die Saison gestartet, zeigte die Leistungskurve von Türkgücü München zuletzt nach unten. Seit vier Spielen wartet der Aufsteiger auf einen Sieg und wartet bei acht Punkten Rückstand auf Platz drei und nur drei Zählern Vorsprung auf Rang 17 seinen ambitionierten Zielen hinterher.

Nach dem 0:3 gegen Halle, bei dem Türkgücü den Auftakt verschlief und nach rund einer Viertelstunde bereits einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlief, platze Geschäftsführer Max Kothny der Kragen. „Wir sind irgendwo zwischen Schockstarre und Wandertag. Wir wehren uns zu wenig“, war der 24-Jährige mit der Einstellung der Mannschaft unzufrieden.

Duo nur in fünf Partien ohne Torbeteiligung

Abgesehen vom schwachen Start in die Partie zeigte sich einmal mehr, wie abhängig der Aufsteiger vom Duo Sercan Sararer und Petar Sliskovic ist. Mit seinen Leistungen zum Auftakt hatte der Kapitän gewaltigen Anteil am starken Ligastart und verdiente sich dafür ein Chapeau, Sercan Sararer, zuletzt zeigte seine Formkurve aber ebenso nach unten wie die von Zehn-Tore-Mann Sliskovic.

13 der bislang 20 Saisontore gehen auf das Konto des Duos, womit auch die nackten Zahlen die Abhängigkeit Türkgücüs von den Leistungen der Beiden untermauern. Bezeichnend: Nur in fünf Partien blieben Sararer und Sliskovic ohne Torbeteiligung, in diesen gelang Türkgücü überhaupt kein Tor und nur beim 0:0 gegen Wehen Wiesbaden überhaupt ein Punktgewinn.

Kein neuer Stand beim Werben um Ekici

Tom Boere (Zwei Treffer) und Mounir Bouziane (Ein Treffer) sollten Sliskovic eigentlich im Sturmzentrum entlasten, die beiden Neuzugänge konnten die in sie gesteckten Erwartungen allerdings noch nicht erfüllen. Trainer Alexander Schmidt ist hier gefragt, die beiden Angreifer in die Spur zu bringen.

Um den Druck auf Sararer etwas zu mindern, soll Türkgücü jüngst an einer Verpflichtung von Mehmet Ekici Interesse gezeigt und mit dem ehemaligen Bundesliga-Spieler verhandelt haben. Einen Vertragsabschluss konnte der Klub bis dato allerdings nicht verkünden.