VfB Lübeck ist heiß auf den Betzenberg

Aufsteiger hat sich gefunden

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Dienstag, 24.11.2020 | 10:21
Osarenren Okungbowa vom VfB Lübeck

Osarenren Okungbowa hat sich der 3. Liga gut angepasst. ©Imago images/Claus Bergmann

Der VfB Lübeck hat sich nach schwachem Saisonstart einmal kräftig geschüttelt und ist derzeit mit vier Siegen in Folge das formstärkste Team der Liga.

Nach dem Sieg über den amtierenden Drittliga-Meister Bayern II strotzen die Hansestädter vor Selbstvertrauen vor dem Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am morgigen Mittwoch. „Wir sind fit, haben uns gut in die Saison reingearbeitet. Dementsprechend heißt es nun auf dem Betzenberg Vollgas zu geben“, sagt Mittelfeldmotor Mirko Boland bei HL Sports, nicht ohne daran zu erinnern, dass sein Team in jedem Spiel ans Limit gehen müsse.

Neuzugänge integriert

Ausschlaggebend für den Lauf des Aufsteigers ist vor allem die Verbesserung der Defensivleistung. Schon in den beiden Partien vor dem aktuellen Lauf, dem 3:4 gegen Türkgücü und dem 2:3 gegen Halle, hatte es nach vorne deutlich besser ausgesehen.

In den vier Begegnungen danach wurde hinten nur noch ein Treffer zugelassen. Die Gründe für die Steigerung dürften hauptsächlich im Bereich Anpassung zu suchen sein. Zum einen musste Neuzugängen wie Osrenren Okungbowa oder dem erst spät verpflichteten Pascal Steinwender und Ersin Zehir Zeit zugestanden werden, sich mit den neuen Kollegen einzuspielen. 

Zum anderen brauchten die Aufstiegshelden auch eine Weile, sich an die neue Liga zu gewöhnen. Sven Mende etwa, als Bindeglied zwischen Abwehr und Mittelfeld ein Schlüsselspieler, hatte zuvor kaum Erfahrung oberhalb der Regionalliga vorzuweisen. Marvin Thiel war noch nie außerhalb Lübecks aktiv, bei Florian Riedel und Yannick Deichmann liegen die letzten Drittliga-Zeiten schon ein Weilchen zurück.

Nun funktioniert das Kollektiv, Trainer Rolf Landerl hat die passende Mischung gefunden. Momentan geht diese zu Lasten eines Neuzugangs, den die oben genannten Anpassungsprobleme weniger betrafen: Nico Rieble kam mit viel Drittliga-Expertise aus dem nahe gelegenen Rostock.

Zu Beginn gesetzt, dann einmal ausgefallen und anschließend auf der Bank wartet er seit dem HFC-Spiel auf einen Startelfeinsatz. Der Trainer aber hat wenig Anlass, zu wechseln. Nur die Belastung der englischen Woche könnte das wohl ändern.