Viktoria Köln: Dotchev stärkt Mielitz den Rücken

Licht & Schatten gegen Mannheim

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Dienstag, 22.09.2020 | 09:01
Sebastian Mielietz gibt Anweisungen

Sebastian Mielietz hielt der Viktoria einen Punkt in Mannheim fest. ©imago images/Thomas Frey

Mit einem 2:2 bei Waldhof Mannheim hat Viktoria Köln nicht ganz den Start hingelegt, den man sich an der „Schäl Sick“ gewünscht hat. Dass die Aufholjagd nach einem 0:2-Rückstand glückte, hatten die Gäste vor allem Sebastian Mielitz zu verdanken, der mit einigen starken Paraden den Punkt festhielt.

„Sebastian Mielietz ist ein Torwart, der den Unterschied ausmachen kann. Das war heute der Fall, er hat überragend gehalten. Deswegen haben wir ihn geholt: Ich weiß, dass ein guter Torwart einige Punkte rettet pro Saison“, war Trainer Pavel Dotchev anschließend am Mikrofon von MagentaSport voll des Lobes für den Keeper, der im Sommer nach drei Jahren aus Dänemark nach Deutschland zurückkehrte.

Mentale Stärke unter Beweis gestellt

Dass sich der 54-Jährige in den Superlativ flüchtete, dürfte aber auch Kalkül sein. Ohne die Leistung von Mielitz schmälern zu wollen: Zur Wahrheit gehört auch, dass der 31-Jährige bei beiden Gegentoren keine besonders glückliche Figur abgab.

Beim 0:1 durch Arianit Ferati gelang es ihm nicht, die kurze Ecke zuzumachen. Vor Marcel Costlys 2:0 verschätzte er sich bei einem Waldhof-Eckball. Mit zahlreichen Glanzparaden im weiteren Spielverlauf bewies der Torhüter allerdings, solche Szenen in kürzester Zeit abhaken zu können. Eine wichtige Erkenntnis auch für Dotchev, dem die 71-Gegentore im Vorjahr – nur Tabellenschlusslicht Jena konnte diese Wert überbieten – alles andere als schmeckten.

Mielitz ist unterdessen zuzutrauen, für Konstanz zwischen den Pfosten zu sorgen. Im Vorjahr gelang das auch verletzungsbedingt nicht, mit den mittlerweile abgewanderten Daniel Mesenhöler und Sebastian Patzler sowie dem im Winter verpflichteten André Weis durften sich drei Torhüter an der Aufgabe versuchen, die Flut an Gegentoren einzudämmen.

Gegen Wehen Wiesbaden, der Zweitliga-Absteiger gastiert am kommenden Samstag an der „Schäl Sick“, dürfte Mielitz zweifelsohne wieder im Tor stehen. Dann wird nicht nur Dotchev darauf hoffen, dass eine erneute Aufholjagd und ein Torwart, der den Unterschied ausmachen kann, gar nicht erst benötigt werden.