Vorschau auf Energie Cottbus gegen 1860 München

Aufstellung & Analyse zum Spiel am 23.02.2019

José-Junior Matuwila im Duell mit Sascha Mölders.

Das Hinspiel gewannen Mölders (r.) und Co. mit 2:0. Nehmen sie auch aus Cottbus etwas mit? ©Imago/Jan Huebner

Energie Cottbus rutschte in den letzten Wochen immer tiefer in den Abstiegskampf. Mit Hilfe der Fans im Rücken soll am Samstag (Anstoß: 14 Uhr, live auf MagentaSport) gegen 1860 München der Befreiungsschlag gelingen. Die Löwen hingegen befinden sich in einer relativ komfortablen Situation und holten sich unter der Woche göttlichen Beistand. Hilft das für etwas Zählbares in Cottbus?

Energie Cottbus: Mehrere Justierungen

Bevor die herbe 0:3-Klatsche gegen Meppen am vergangenen Wochenende ihren Lauf nahm, hätte Cottbus selbst durch eine Chance von Streli Mamba in Führung gehen können. Doch der Torjäger, der in der letzten Saison noch wie am Fließband traf, steht momentan sinnbildlich für die allgemeine Verunsicherung der Cottbusser.

Nur eine der letzten neun Partien gewann der FCE. Wo er anfangs und Mitte der Hinrunde noch schwer zu bezwingen war, nämlich zuhause, setzte es zuletzt vier Pleiten in Folge. Die Wende soll aber nun genau dort, im heimischen Wohnzimmer, gelingen und dafür baut Energie, wie schon vor der Partie in Meppen, auf die Unterstützung der Fans.

Zudem wurde die Hierarchie innerhalb der Mannschaft wieder klarer gestaltet, indem der Mannschaftsrat neu gewählt wurde. Dimitar Rangelov ging dabei als neuer Kapitän hervor. Neben Zusammenhalt wird in der kommenden Partie auch wieder die nötige Disziplin gegen den Ball gefragt sein. Mit im Schnitt 1,7 Gegentoren pro Partie stellt Cottbus die drittlöchrigste Defensive der Liga.

Festigen kann diese José-Junior Matuwila, der nach seiner Gelbsperre zurückkehrt und Knechtel ersetzt, der verletzungsbedingt fehlt. Neben ihm in der Innenverteidigung steht Robert Müller vor seinem 300. Drittliga-Spiel. Mit Erfahrung kann auch das Mittelfeld glänzen, das mit Bohl sowie Gjasula im Zentrum besetzt sein wird.

In der Offensive wirbeln soll voraussichtlich wieder von Anfang an Fabio Viteritti, auf der gegenüberliegenden Seite entweder Felix Geisler oder Weidlich. Im Sturm wird der FCE mit einer Spitze (Rangelov) erwartet.

TSV 1860 München: Auswärts oft unbequem

Nach dem ersten Sieg nach der Winterpause (2:1 gegen Aalen) herrschte beim TSV 1860 München kollektives Aufatmen. Mit 31 Punkten liegen die Löwen im Tabellenmittelfeld und könnten ihre Situation mit einem "Dreier" in Cottbus noch ein Stück komfortabler machen.

Bei einem Blick auf die Auswärtsbilanz der Löwen ist ein Sieg unwahrscheinlich, ein Punktgewinn jedoch durchaus realistisch: Nur drei von elf Spielen auf fremdem Boden verloren die Münchner. Verantwortlich dafür ist eine stabile Defensive, die auswärts meist nicht viel zulässt, was an erst 13 kassierten Auswärts-Gegentoren abzulesen ist.

Die Null stand bei der Truppe von Daniel Bierofka jedenfalls auch im Hinspiel, das 1860 relativ unaufgeregt mit 2:0 gewann. Möglicherweise gelingt ein erneuter Sieg mit göttlichem Beistand: Unter der Woche weilte eine 60-köpfige Löwen-Delegation bei 1860-Ehrenmitglied Papst Franziskus in Rom.

Personell kann Herbert Paul wieder dabei sein, der seine Gelbrot-Sperre abgesessen hat. Er wird voraussichtlich Eric Weeger auf die Bank verdrängen. Verzichten muss Bierofka allerdings auf Daniel Wein (5. Gelbe). Da Quirin Moll bekanntlich langfristig ausfällt, ergibt sich im Mittelfeld ein Engpass.

Neben Bekiroglu könnte daher Aaron Berzel auflaufen. Es ist auch möglich, dass Bierofka Dennis Dressel eine Chance gibt, der am vergangenen Wochenende das erste Mal im Drittliga-Kader stand. Als hängende Spitze könnte Prince Osei Owusu Markus Ziereis auf die Bank verdrängen.

Unser abschließender Wett Tipp:

Cottbus wird hochmotiviert erwartet, aber der TSV 1860 München hat bewiesen, dass er auswärts oft was mitnehmen kann - Unentschieden. » Jetzt mit 3.25-Quote bei Interwetten auf Unentschieden wetten.