Waldhof Mannheim: Was wurde aus den Abgängen 2019?

Christopher Gäng, Marco Meyerhöfer & Co.

Christopher Gäng bei Waldhof Mannheim

Christopher Gäng musste den Anstrengungen des Profi-Fußballs Tribut zollen. ©Imago images/foto2press

Christopher Gäng startete seine Karriere beim SV Waldhof Mannheim und beendete sie auch dort. Der Torhüter, der nach diversen Stationen – unter anderem in der 3. Liga bei Sonnenhof Großaspach – 2016 zu seinem Heimatklub zurückkehrte, hängte die Handschuhe im Sommer an den Nagel.

„Leider musste ich, insbesondere aufgrund meiner ständigen Schmerzen im Sprunggelenk, meine Karriere beenden. Aktuell bereite ich mich mit der Unterstützung der Berufsgenossenschaft auf meine weitere berufliche Zukunft vor und freue mich sehr auf dieses neue Kapitel.“, verzagt der 31-Jährige gegenüber Liga-Drei.de nicht.

Leise Durchmarsch-Hoffnung

Seinen SV Waldhof verfolgt er natürlich weiter ganz intensiv, nicht nur im Fernsehen, sondern auch durch telefonischen Kontakt mit seinen früheren Kollegen, etwa Keeper Markus Scholz oder Physio Cedric Schmidt. „Sofern es möglich ist, gehe ich auch ins Stadion und versuche durch meinen Wohnort in Berlin bei den Spielen vom SVW im Osten live dabei zu sein.“, erklärt er.

Mit dem guten Start in die Premieren-Saison der 3. Liga hatte der frühere Torwart nicht, wagte dann aber sogar an das Maximum zu denken: Ich habe gehofft, dass die Aufstiegseuphorie lange anhält und der SVW am Ende der Saison unter die ersten drei Mannschaften kommen wird.“

Doch nach den Verletzungen der Leistungsträger wäre Gäng inzwischen mit einem Klassenerhalt und einer stabilen zweiten Spielzeit zufrieden. Spätestens nach dem 3:0 über Großaspach am letzten Spieltag, sieht es auch so aus, als ob sich der SVW auf mindestens eine weitere Saison 3. Liga einstellen kann.

Doch mit wem hielt es Gäng eigentlich beim Duell der beiden Ex-Klubs? Da die SGA die Punkte dringender brauchte, hatte er ein wenig dem „Dorfklub“ die Daumen gedrückt, doch eines soll unmissverständlich sein: „Mein Herz schlägt ganz klar Blau und Schwarz! Allerdings bin ich Großaspach dankbar dafür, dass ich dort nach einer schwierigen Lebensphase die Leidenschaft zum Sport wiederentdecken konnte und die Chance bekommen habe, mich im Fußball nochmal zu beweisen.

Das duale System gab mir außerdem die Möglichkeit neben dem Fußball eine berufliche Zukunft aufzubauen, die ich gerade jetzt brauche.“

Marco Meyerhöfer von Greuther Fürth

Marco Meyerhöfer konnte sich in der 2. Bundesliga gleich etablieren. ©Imago images/Schreyer

Die übrigen Abgänge:

Marco Meyerhöfer
Als einer der Garanten des Aufstiegs, blieben die Fähigkeiten des 23-Jährigen andernorts nicht unbemerkt. Greuther Fürth holte den Rechtsverteidiger in die 2. Bundesliga. Dort bremste ihn eine Meniskusverletzung zeitweise aus, doch inzwischen ist er wieder gesetzt und spielt mit dem „Kleeblatt“ bisher eine gute Saison.

Timo Kern
Mit 17 Toren und zehn  Vorlagen leistete Timo Kern eine riesigen Beitrag zum Aufstieg. Lange sah es so aus, als würde er gleich in die 2. Bundesliga zu Jahn Regensburg springen können, doch der Transfer scheiterte letztlich. Stattdessen ging es für den 29-Jährigen zur Bayern U23. Dort ist er gesetzt, wenn er nicht verletzt ist, kann aber noch nicht die alte Torgefahr entwickeln. Sein ersters von bisher zwei Treffern gelang ihm aber ausgerechnet gegen den Waldhof.

Jannik Sommer
Der Mann für die Außenbahn hatte zum Ende der Aufstiegssaison seinen Stammplatz verloren und wechselte zum FC Homburg, verbleib also in der Regionalliga Südwest. Dort kommt er praktisch immer zum Einsatz, erzielte auch schon drei Tore und gab vier Vorlagen. Die Saarländer liegen aktuell unmittelbar hinter dem Spitzentrio.

Morris Nag
Auch Morris Nag blieb in der Regionalliga Südwest. das Eigengewächs des SV Waldhof bekam im Sturm kaum Einsatzzeit und entschied sich daher für Astoria Walldorf. Dort steht er regelmäßig auf dem Platz, auch wenn er kein Stammspieler ist. Im Duell mit Ex-Kollege Sommer vor wenigen Wochen wurde er z.B. eingewechselt, konnte beim 3:3 aber keine Akzente mehr setzen.

Konstantin Weis
Der Torwart, für den an Markus Scholz kein Vorbeikommen war, ging an die Fordham University in den USA. Beim College-Team ist er Stammtorwart und zog jüngst in das Halbfinale des prestigeträchtigen „Atlantic 10 Tournament“ ein.

Sinisa Sprecakovic
Der Offensivspieler, der aus der Waldhof-A-Jugend kam, machte ebenfalls den Schritt über den großen Teich. An der Southern New Hampshire University ist er Leistungsträger der Fußballmannschaft und wurde gerade zum „Rookie of the Year“ gewählt. Kein Wunder bei acht Toren und sechs Vorlagen in 16 Spielen.

Mirko Schuster
Der 24-Jährige war nur Ergänzungsspieler im letzten Jahr und bekam keinen neuen Vertrag. Er ist seit dem Sommer vereinslos.

Maurice Hirsch
Für den Mittelfeldmann blieb es bei einem Jahr in Mannheim. Der 24-Jährige wechselte in die Verbandsliga zum VfB Gartenstadt.

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