Würzburger Kickers: Teamcheck 2018/19

Analyse & Prognose zur neuen Saison

Orhan Ademi jubelt für die Würzburger Kickers

Wie oft jubeln Ademi und Co. in der neuen Spielzeit? ©Imago/Jan Hübner

Vor der vergangenen Saison als Mitfavorit um den Aufstieg gehandelt, erlebten die Würzburger Kickers einen Horror-Start und stabilisierten sich erst ab dem 15. Spieltag. Unter dem neuen Coach Michael Schiele rollten die Mainfranken dann das Feld von hinten auf und landeten auf einem guten fünften Platz.

Wo geht es für Würzburg in der kommenden Spielzeit hin? Wir haben uns unter anderem den Kader und die aktuelle Form genauer angeschaut und verraten im Fazit, wo die Schiele-Truppe landen könnte.

Kader & Transfers

Der FWK hat durchaus einen gewissen personellen Aderlass zu verkraften, wobei die Abgänge von Abwehrchef Sebastian Neumann sowie von Mittelfeld-Organisator Jannis Nikolaou besonders bitter sind. Antreten sollen das schwere Erbe Nikolaous der junge Janik Bachmann (kam von Chemnitz) sowie der erfahrene Daniel Hägele (Großaspach).

Für die Abwehr kommt mit Ibrahim Hajtic (Heidenheim) ein entwicklungsfähiger Spieler, der sich in der dritten Liga allerdings erst zurechtfinden muss. Das gleiche gilt für Dave Gnaase (ebenfalls Heidenheim) sowie für Regionalliga-Spielmacher Enes Küc (Berliner AK).

Für den Angriff stehen nach dem Abgang von Marco Königs bislang nur Orhan Ademi, Dominic Baumann sowie Enis Bytyqi zur Verfügung. Hier will und muss Würzburg noch nachlegen. Generell stecken die Kickers vor der kommenden Saison in einem kleinen Umbruch, wo sich die Automatismen erst finden müssen.

Die aktuelle Form

Klasse statt Masse könnte das Motto der FWK-Vorbereitung lauten. In den eher wenigen Testspielen gegen hochklassige Gegner präsentierten sich die Mainfranken meist bereits gut eingespielt und setzten die spielerische Weiterentwicklung unter Schiele fort.

Gegen den FC Augsburg (0:2) sowie den 1. FC Nürnberg (0:4) gab es zwar zwei Niederlagen und kein eigenes Tor, allerdings kombinierte sich Würzburg gut ins letzte Drittel. Was vor dem Saisonstart noch fehlt, ist der berühmte letzte Pass.

Stärken & Schwächen

Würzburg kam nur behäbig in die vergangene Spielzeit, feierte seinen ersten Sieg am sechsten Spieltag. Der Saisonstart in Osnabrück und Aalen sowie zuhause gegen den KFC Uerdingen und Cottbus ist alles andere als leicht, sodass Syhre und Co. aufpassen müssen, nicht erneut anfangs hinten rein zu rutschen.

Verbessern muss der FWK seine Heimbilanz. Auf dem Dallenberg gab es im vergangenen Jahr 1,47 Zähler im Schnitt, auswärts waren es 1,74. Zudem verloren die Kickers mit Sebastian Neumann und Jannis Nikolaou zwei Anführer.

Dies ist allerdings auch als Chance zu begreifen, holten die Kickers doch dafür junge und entwicklungsfähige Spieler nach den Vorstellungen von Michael Schiele. Und der Coach hat in der vergangenen Saison bereits bewiesen, dass seine Spielidee in Würzburg funktioniert: Zwischenzeitlich gewann der FWK sieben Spiele in Folge.

Michael Schiele beim Training

Klare Vorstellungen: Michael Schiele überzeugt bislang als FWK-Coach. ©Imago/foto2press

Der Trainer

Michael Schiele übernahm die Würzburger Kickers in der vergangenen Saison nach dem elften Spieltag und führte sie aus dem Tabellenkeller ins obere Drittel. Der 40-Jährige überzeugt mit einer klaren Spielidee, die ebenso modern wie variabel daher kommt.

Im ruhigen Würzburger Umfeld kann der gebürtige Heidenheimer seine Vorstellungen gut umsetzen, muss allerdings die aufgrund der starken Rückrunde teils hohen Erwartungen bremsen. Beim Vorstand genießt Schiele Vertrauen, was die vergangene Spielzeit beweist, als er trotz zweier Niederlagen vom Interims- zum Cheftrainer befördert wurde.

Die mögliche Startelf

Anders als so mancher Kollege macht Schiele aus seiner Formation kein großes Geheimnis: Die Dreierabwehrkette bleibt bestehen. In Ihr haben Syhre und Schuppan ihren Platz sicher, um den dritten streiten sich Bachmann und Hajtic. 

Der FWK möchte das Spiel breit machen, dementsprechend besetzt sein werden die Außenbahnen, voraussichtlich mit Göbel und Wagner. Davor können sich die Offensivspieler austoben wie Mast und Kaufmann. Das Zentrum halten soll derweil ein defensiver Mittelfeldspieler, den Bachmann oder Gnaase geben könnten. Beide spielten in der Vorbereitung gut auf. Im Sturm beginnen aller Voraussicht nach Baumann und Ademi.

Die voraussichtliche Aufstellung: Drewes – Syhre, Bachmann, Schuppan – Göbel, Gnaase, Wagner – Kaufmann, Mast – Baumann, Ademi

Fazit & Prognose

Würzburg muss nach dem Abgang von Schlüsselspielern seine Hierarchie erst neu finden, spielerisch sahen die Darbietungen in der Vorbereitung bereits recht reif aus. Allerdings fehlte dabei der letzte Zug zum Tor. Unter Coach Schiele halten wir die Mainfranken für so stabil, dass es ein einstelliger Tabellenplatz werden sollte. Für mehr ist die Konkurrenz wohl zu stark.

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