Rot-Weiß Erfurt: Der Saison-Rückblick 2016/17

Was war gut, was war schlecht?

Spieler von RWE jubeln vor den Fans

Durften am Ende zweimal jubeln: Das team von RWE ©Imago/Karina Hessland

Was war gut?
Der Schlussspurt. Dank zweier Siege blieben die Thüringer nach einer schwachen Phase mit neun Spielen ohne Sieg am Ende der 3. Liga erhalten, gegen Rostock (2:1) und Großaspach (4:1) gab es wichtige Erfolge.
Auch im Pokal gelang ein versöhnlicher Abschluss, mit 1:0 siegte das Team von Trainer Stefan Krämer gegen Wacker Nordhausen und ist so im kommenden DFB-Pokal vertreten.

Was war schlecht?
Die Offensive blieb über weite Strecken der Spielzeit zu harmlos, nur Carsten Kammlott wusste in den meisten Partien zu überzeugen. Erfurt stellte am Ende die zweitschlechteste Offensive der Liga, gemeinsam mit dem Halleschen FC traf man lediglich 34-mal. Nur die Bundesligareserve aus Bremen traf noch seltener.

Wer hat überrascht?
Wie der Verein mit der durchaus prekären Situation umgegangen ist, hat schon überrascht. Eine Trainerdiskussion gab es eigentlich zu keinem Zeitpunkt, viel mehr wurde Krämer stets der Rücken gestärkt. Dies hat sich am Ende mit dem Klassenerhalt und der Pokal-Qualifikation ausgezahlt.

Carsten Kammlott, Stürmer bei Rot-Weiß Erfurt

Auf Carsten Kammlott war bisweilen Verlass. ©Imago

Wer hat enttäuscht?
Auch hier muss die Offensive genannt werden, Kammlott wurde zu selten entlastet. Okan Aydin, Christopher Bieber und Tugay Uzan brachten es zusammen auf zehn Tore, Letzterer deutete erst spät sein Leistungspotenzial an.

Wie haben sich die Neuen geschlagen?
Bieber kam zwar 33-mal zum Einsatz, meist jedoch nur als Einwechselspieler. Seine Ausbeute fiel mit drei Treffern und einer Vorlage zu gering aus. Liridon Vocaj hingegen etablierte sich nach seinem Wechsel von den Würzburger Kickers im Mittelfeld und stand in 31 Spielen in der Startelf. 

Mikko Sumusalo präsentierte sich erst im Laufe der Saison als Alternative für die Linksverteidiger-Position, blieb jedoch auch oft ohne Einsatz auf der Bank. Samir Benamar war ebenfalls ein klassischer Einwechselspieler, nur 4 seiner 20 Einsätze bestritt der 24-Jährige von Anfang an.

Die Eigengewächse Maximilian Pommer und Jonas Struß, die vor der Saison hochgezogen wurden, wurden zunächst ans Teams herangeführt, ebenso wie Aloy Ihenacho.

Wie geht’s weiter?
Mario Erb und Theodor Bergmann, zwei wichtige Eckpfeiler in der Kramer-Elf, deuteten zuletzt ihren Abschied an, Aydin hingegen wird nicht mehr für die Thüringer kicken.
Es gibt also einige vakante Positionen bei RWE, die es zu besetzten gilt. Ob Julian Löschner und Amer Kadric, die nach Leih-Ende zurückkehren, dabei als Lösungen in Frage kommen, ist fraglich.

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