3. Liga: DFB-Konter auf Vereinskritik

Vizepräsident Frymuth weist Vorwürfe zurück

Wundert sich über den Vorstoß der Drittligisten: DFB-Vize Peter Frymuth. ©Imago/Jan Huebner

Eine Woche vor der geplanten Entscheidung über die künftige Regelung des Drittliga-Aufstiegs verhärten sich die Fronten zwischen den Vereinen und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) weiter. Nachdem die Klubs sich geschlossen gegen eine angeblich schon favorisierte Lösung gestellt und dem Verband Vernachlässigung vorgeworfen haben, wies DFB-Vizepräsident Peter Frymuth die Kritik postwendend zurück.

Der DFB-Bundestag wird zeigen, welche Variante mehrheitsfähig ist. (DFB-Vize Peter Frymuth)

Der Funktionär verneinte in einem auf der DFB-Homepage veröffentlichten Interview des Verbandes eine bereits vollzogene Festlegung auf ein Lösungsmodell mit künftig vier Aufsteigern aus weiterhin fünf Regionalligen.

„Ich halte mich an die Fakten“, sagte Frymuth mit Blick auf insgesamt sechs Anträge mit teilweise auch von den Klubs begrüßten Regelungen: „Wir befinden uns in einem demokratischen Prozess, an dessen Ende Mehrheiten entscheiden. Erst der DFB-Bundestag wird zeigen, welche Variante mehrheitsfähig ist.“

Verwunderung über Vorwurf der Vernachlässigung

Auch die Generalkritik der Vereine am DFB wegen vermeintlich zu geringer Berücksichtigung ihrer Belange will Frymuth nicht nachvollziehen können: „Die Aussage, dass der DFB die 3. Liga aus den Augen verloren haben soll, verwundert mich sehr.“

Man habe in den zurückliegenden Jahren zusammen mit den Vereinen „große Anstrengungen“ zur Weiterentwicklung der Klasse unternommen. Als Beispiele nannte Frymuth die neuen Verträge mit dem Liga-Sponsor bwin und dem Medienrechte-Partner Telekom.

Den Vorwurf der Ignoranz gegenüber einem Forderungskatalog der Klubs aus dem Spätsommer wies der DFB-Vize gleichfalls als „leider falsch“ zurück. In Bezug auf die Ansprüche der Klubs seien schon Anfang Oktober Freigaben über zwei Millionen Euro zur zusätzlichen Nachwuchsförderung beschlossen worden, sagte Frymuth. Außerdem würden momentan bekanntermaßen weitere Punkte der Vereinswünsche „bearbeitet und geprüft“.

Einen Mangel an angemessener Vertretung der Drittliga-Klubs in der Diskussion sieht Frymuth nicht. Die Vereine seien im Austausch mit dem DFB und auf einer Tagung gehört worden.

Zudem wären die Vereine auch auf Ebene der Regionalverbände vertreten gewesen und ihre Vertreter darüber hinaus im DFB-Spielausschuss und der AG Spielklassenstruktur eingebunden. Auf den Vorschlag der Klubs für die Gründung einer Expertenkommission zur Lösung der Problematik ging Frymuth nicht ein.

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