3. Liga: Frick will nach Deutschland

Nationalspieler Liechtensteins weckt Interesse

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Mittwoch, 17.06.2020 | 08:06

Yanik Frick von Liechtenstein gegen Jordan Lotomba von der Schweiz

Yanik Frick (l.) ist in der Nationalelf Liechtensteins gesetzt. ©Imago images/Geisser

"Es gibt keine Kleinen mehr" heißt es immer wieder gerne im internationalen Fußball. Das Fürstentum Liechtenstein aber konnte den Ruf des "Kleinen" bislang noch nicht abschütteln. Mit etwa 38.000 Einwohnern ist der Alpenstaat auch schwerlich in der Lage, im Leistungssport eine bedeutende Rolle zu spielen. Das bedeutet nicht, dass es keine erfolgreichen Sportler aus Liechtenstein gibt.

Mario Frick etwa brachte es auf über 100 Spiele in der italienischen Serie A. Seine Gene sind stark, denn der heutige Trainer des FC Vaduz hat zwei ebenfalls kickende Söhne: Noah, der unter seiner Obhut spielt, und Yanik, der für den Schweizer Drittligisten Rapperswil-Jona aufläuft.

Nationalspieler mit Mehrwert

Dieser Yanik Frick nun weckt nach Informationen von Liga-Drei.de das Interesse einiger Drittligisten und das nicht nur, weil er ablösefrei zu haben wäre. Der Mittelstürmer war schon als 19-Jähriger in die Fußstapfen seines Vaters getreten und nach Italien gewechselt, seit dem letzten Winter aber ist er wieder näher der Heimat aktiv. In der inzwischen abgebrochenen Saison kam er auf die starke Quote von fünf Toren in nur neun Spielen.

Im Oktober erst sicherte er seiner Nationalmannschaft mit dem Tor beim 1:1 gegen Armenien einen ihrer seltenen Punktgewinne. Neben Schnelligkeit und Torinstinkt bringt er vor allem für Teams, die wie die Nationalelf Liechtensteins oft aus tiefer Staffelung kommen, noch weitere Stärken ein: Mit Robustheit und Kopfballstärke hält und verlängert der Angreifer viele Bälle, scheut zudem auch nicht die "Drecksarbeit" des ständigen Anlaufens und defensiven Umschaltens.

Übrigens wäre Fricks Status als Nationalspieler noch ein nicht zu verachtender Bonus für seinen neuen Klub: Für Einsätze ihrer Profis in Länderspielen erhalten die Klubs schließlich Entschädigungen. 7.000€ pro Partie sind fällig. Der kommende Arbeitgeber dürfte sich also zum Beispiel im Frühjahr 2021 über 28.000€ freuen, sollten die vier WM-Qualifikationsspiele Liechtensteins im März und Juni wie geplant stattfinden.