3. Liga: Konzept für Fortsetzung schon da

DFB-Vize Frymuth von Forderungen irritiert

DFB-Vizepräsident Peter Frymuth

DFB-Vizepräsident Peter Frymuth äußert sich zum Konzept einer Saisonfortsetzung in Liga drei. ©imago images/Jan Huebner

Der Weg für einen Re-Start in der 1. und 2. Bundesliga ist bekanntlich geebnet, ab dem 16. Mai rollt in den obersten beiden Spielklassen wieder der Ball. In der 3. Liga steht eine Entscheidung noch aus. Irritiert ist DFB-Vizepräsident Peter Frymuth von Forderungen, der Verband müsse nun ein Konzept für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in Liga drei vorlegen.

„Es wird der Eindruck erweckt, es gibt ein Konzept der DFL für die Bundesliga und 2. Bundesliga und der DFB müsse nun nachziehen für seine Profispielklassen. Das stimmt aber nicht. Richtig ist: Das vorliegende Gesundheits- und Hygienekonzept war vom ersten Tag an die gemeinsame Arbeit von DFL und DFB. Die Task Force Sportmedizin und Sonderspielbetrieb setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern beider Institutionen zusammen“, stellte er auf der DFB-Homepage klar.

Der Ball liegt bei den Behörden

Das Konzept, so Frymuth weiter, wurde von Anfang an mit dem Hintergedanken entwickelt, es in allen vier deutschen Profiligen zur Anwendung zu bringen. Hierzu zählen neben den drei höchsten Spielklasse der Herren auch die Bundesliga der Frauen.

„Einziger Unterschied in den Konzepten ist, dass für die drei definierten Zonen im Stadionbereich in unseren Spielklassen weniger Personen vorgesehen sind als in Bundesliga und 2. Bundesliga. Sonst sind die Vorgaben und Umsetzungen deckungsgleich“, erklärt der 63-Jährige.

Eine Entscheidung, ob es unter den Auflagen dieses Konzeptes nun in der 3. Liga weitergeht, steht jedoch noch aus. Die nötigen Unterlagen wurden nach Aussage Frymuths den zuständigen Behörden zugestellt, doch auch manche Klubs haben noch Hausaufgaben zu erledigen.

Klubs, die Abbruch fordern, in der Pflicht

So hat bislang nicht jeder der 20 Drittligisten einen Hygienebeauftragen bestellt. Die betroffenen Klubs sind vom DFB angehalten, dies schnellstmöglich nachzuholen. In die Pflicht nimmt der Vizepräsident zudem die Vereine, die einen Saisonabbruch fordern.

„Was mir bei den Befürwortern eines Saisonabbruchs außerdem fehlt, ist eine konstruktive Vorstellung, wann und wie die 3. Liga dann wieder Fußball spielen soll, wenn wir jetzt aus freien Stücken sagen, wir können nicht mehr weiterspielen“, hofft Frymuth, aus diesem Lager Vorschläge zu erhalten.