3. Liga: Wird Lizenzierung angepasst?

Direkte Finanzhilfe des DFB nicht möglich

Leibchen mit Logo der 3. Liga

Die Klubs der 3. Liga müssen wohl auf staatliche Hilfe hoffen. ©Imago images/Noah Wedel

In Person von DFB-Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge hat der Deutsche Fußball Bund gestern auf dfb.de die Sachlage rund um mögliche Finanzhilfen des DFB für die Klubs der 3. Liga geklärt.

„Wir wollen auch in der kommenden Saison eine attraktive 3. Liga. Dann müssen wir die krisenbedingten wirtschaftlichen Folgen im Rahmen der Zulassung richtig einordnen,“ deutet Osnabrügge Änderungen im Lizensierungsverfahren an.

Nur Mitgliedsverbände bekommen Direkthilfe

Direkte Bezuschussung der Vereine ist jedoch nach eingehender Prüfung rechtlich nicht möglich, für Darlehen wäre eine Banklizenz notwendig. „Zu beachten sind rechtliche und steuerliche Vorgaben, an die der DFB zwingend gebunden ist. Wir dürfen Vereine nicht direkt bezuschussen.“, so Osnabrügge. Für direkte finanzielle Unterstützung sei der Staat gefragt.

Nur den Mitgliedsverbänden darf der DFB direkt helfen, da seine Mittel gemeinnützig gebunden sind. Das geschieht, indem diese Regionalverbände ihre vom DFB üblicherweise in festen Tranchen ausgeschütteten Gelder nun flexibel abrufen können. Der DFB selbst stehe durch die Corona-Krise vor einem Verlust von etwa 50 Millionen Euro.

Den Vereinen versucht der DFB dagegen eher organisatorisch zu helfen, indem eben die Lizenz-Vorraussetzungen überprüft werden. Außerdem empfiehlt der DFB Kurzarbeit, wo das möglich ist.