Diskussion um Saisonabbruch – Viktoria hält sich bedeckt

Drittligisten bleiben gespalten

SChauinsland Reisen Arena in Duisburg

Wird in der Schauinsland Reisen-Arena in dieser Saison nochmal gekickt? ©Imago images/Team 2

Richtig-Stellung vom 18.04.2020, 18:49 Uhr.
Heute morgen schrieben wir unter Verweis der ‚Bild‘ als Quelle, dass sich auch Viktoria Köln dem veröffentlichen Plan von acht Drittligisten bezüglich eines Saisonabbruchs anschließen könnte. Hierzu stellen wir fest, dass dies nicht der Meinung von Viktoria Köln entspricht. Der Verein teilte uns mit, dass sie es für zu früh halten, eine Entscheidung zu treffen. Die Redaktion von Liga-Drei.de bedauert die vorherige Falsch-Meldung.

Artikel vom 18.04.2020, 09:01 Uhr:
Der Streit, wie mit der ausgesetzten Saison weiterverfahren wird, scheint zu eskalieren. Nachdem sich am Donnerstag die fünf bayerischen Drittligisten in einem Statement für eine Fortsetzung mit Geisterspielen stark machten, folgte am gestrigen Freitag ein Positionspapier von acht Drittligisten, die für einen Abbruch plädieren.

Wie es weitergehen soll, wird unter den Drittligisten per Mehrheitsentscheidung festgelegt. Bisher schienen zwölf Vereine für die Fortsetzung der Saison zu sein, die Kräfteverhältnisse könnten nun aber kippen. So vermeldet die Bild, dass sich auch der MSV Duisburg sowie Viktoria Köln dem gestern veröffentlichten Plan von acht Drittligisten anschließen und damit für einen Abbruch der Saison votieren könnten.

Liga gespalten

Dann solle laut dem Vorschlag von HFC, Waldhof Mannheim, dem 1. FC Magdeburg, Preußen Münster, dem Chemnitzer FC, Sonnenhof Großaspach, dem FSV Zwickau und Carl Zeiss Jena der aktuelle Tabellenstand gewertet werden. Aufsteiger solle es dabei geben, der Abstieg soll allerdings ausgesetzt werden.

Würden auch der MSV Duisburg sowie Viktoria Köln dafür stimmen, entstünden eine Patt-Situation, mit zehn Vereinen, die für einen Abbruch sind und der anderen Hälfte, die für eine Fortführung der Saison votiert.

Offizielle Statements von der Wedau und der „Schäl Sick“ gibt es noch nicht. Vor mehr als einem Monat hatte MSV-Sportdirektor Ivo Grlic allerdings schon das Gefühl, dass wir die Saison nicht normal zu Ende spielen.“ Mannschaftskapitän Marvin Compper forderte im Falle eines Saisonabbruchs den Aufstieg der Duisburger.

Eben jene öffentlich veröffentlichten Argumente für einen Abbruch oder eine Weiterführung der Saison sind es auch, die den Verantwortlichen generell aufstoßen. So kritisierte Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp den bayerischen Vorstoß, während Manfred Schwabl jetzt in der „Bild“ entgegnet: „Dann soll er mal lesen, wer als Erstes rausgegangen ist und einen Abbruch gefordert hat. Da muss er erst mal vor der eigenen Tür kehren.“

Die Situation in der dritten Liga scheint was die Corona-Krise angeht festgefahrener denn je zu sein. Am 23. April will sich bekanntlich die DFL abstimmen, wie es weitergehen soll, die DFB Sitzung soll für einen Tag später angesetzt sein. Ob diese zu einem Ergebnis kommt, ist allerdings nach den neuesten Erkenntnissen mehr als fraglich.