Drittliga-Ausschuss reagiert auf Bierhoff-Aussagen

Und macht Vorschlag zu einer Reform der 4. Liga

Mario Kallnik beim 1. FC Magdeburg

Will die 3. Liga ebenfalls in ihrer aktuellen Struktur beibehalten: FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik,. ©Imago images/Christian Schroedter

Zu Wochenbeginn hatte der Manager der deutschen Nationalmannschaft Oliver Biierhoff mit seinen Aussagen im Kicker (Ausgabe vom 14.10.2019) für Aufsehen in der 3. Liga gesorgt. Er stellte die Idee in den Raum, die 3. Liga wieder zwei- oder sogar dreigleisig aufzustellen, um so jüngeren Spielern größere Einsatzmöglichkeiten zu geben.

Nachdem sich bereits Drittliga-Veranwortliche wie Duisburgs Sportdirektor Ivo Grlic oder Hansa Rostocks Vorstandsvorsitzender Robert Marien äußerst irritiert von Bierhoffs Vorschlag zeigten, machte sich heute der Geschäftsführer des 1. FC Magdeburg, Mario Kallnik, als Mitglied des Drittliga-Ausschusses für eine Beibehaltung der aktuellen Struktur stark.

Zweigleisige 4. Liga?

„Das Verwässern der 3. Liga macht keinen Sinn. Ich sehe derzeit überhaupt keinen inhaltlichen Ansatz dafür. Wir müssen andere Wege gehen, weil die 3. Liga sportlich ein funktionierendes Modell ist“, wird Kallnik in der Mitteldeutschen Zeitung zitiert.

Während sich die Drittligisten gegen eine Aufteilung der Liga in mehrere Staffeln wehren, äußerte sich Kallnik auch zu möglichen Alternativen: „Ich sehe eher die Chance darin, eine zweigleisige 4. Liga aus Klubs mit professionellen Strukturen zu installieren.“ Diese Alternative möchte der Ausschuss demnächst mit Bierhoff diskutieren. Die Gespräche um die künftige Struktur der 3. und der 4. Liga gehen damit in die nächste Runde.

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