Drittligisten fordern wieder drei Absteiger

Scharfe Kritik am DFB

Auf DFB-Vizepräsident Rainer Koch wartet jede Menge Arbeit.

Der DFB um Vizepräsident Rainer Koch sieht sich scharfer Kritik der Drittligisten ausgesetzt. ©Imago/Jan Huebner

Nachdem der DFB in der Entscheidung über eine Regionalliga-Reform die Verantwortung auf die Regional- und Landesverbände abschob, meldeten sich am Mittwoch die 20 Klubs der 3. Liga zu Wort. In einer gemeinsamen Erklärung fordern sie die schnellstmögliche Rückkehr zur vorherigen Regelung mit drei Absteigern.

„Kein vierter Verein der 3. Liga sollte für den offensichtlich fehlenden Willen zur Bildung einer Lösung mit vier Regionalligen mit dem Abstieg bestraft werden“, fordern sie. Dabei besteht für die Klubs kein Zweifel daran, dass bei Bildung von vier Regionalligen die jeweiligen Meister direkt aufsteigen müssen.

Einige Verbände stellen sich quer

Dazu fehlt aus ihrer Sicht aber die Reformbereitschaft in den Regional- und Landesverbänden. Sie bemängeln, dass es „Kräfte gibt, die ausschließlich den traditionellen Machterhalt im Auge haben und nicht über eine sachgerechte Lösung für den Fußball nachdenken.“

Die Glaubwürdigkeit des DFB ist endgültig verloren gegangen. (Die Drittliga-Klubs)

Die 20 Klubs stimmten in der Vergangenheit vier Absteigern zu, die in der laufenden und der nächsten Saison ermittelt werden. Damit sind sie in Vorleistung getreten, um dem Reformationsprozess nicht im Wege zu stehen, sondern ihn „im Sinne der sportlichen Leistung und der Fußballfans aktiv voranzutreiben“.

Diese Bereitschaft ist nicht bei allen Verbänden erkennbar. So hatte NOFV-Präsident Rainer Milkoreit bereits am Dienstag dem MDR erklärt: „Unser Anliegen wird und muss es sein, die Regionalliga Nordost zu erhalten“.

Die Fronten sind vorerst verhärtet

Alarmierend für den DFB sollte sein, dass aus Sicht der Klubs „die Glaubwürdigkeit des DFB in Bezug auf die Neuregelung des Aufstiegs in die 3. Liga endgültig verloren gegangen ist“. Kompromisse werden damit in Zukunft schwieriger, die Fronten sind vorerst verhärtet.

Abschließend fordern die Drittliga-Klubs, dass die eingleisige Form der Liga auch weiterhin erhalten bleibt und weiter professionalisiert werden muss. Aus ihrer Sicht gibt es dazu keinerlei Alternative.

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