Drittligisten kündigen Protest für den 17. Spieltag an

"Stillstehen gegen den Stillstand"

DFB-Vizepräsident Rainer Koch gibt bei der geplanten Regionalliga-Reform keine gute Figur ab.

Hat alle Hände voll zu tun, aber keine Lösung parat: DFB-Vizepräsident Rainer Koch. ©Imago/Jan Huebner

Das nächste Kapitel im Streit um die Regionalliga-Reform und die Zukunft der 3. Liga wird aufgeschlagen. Mit einer gemeinsamen Pressemitteilung kündigten die 20 Drittliga-Klubs am Freitag für den 17. Spieltag eine Protest- und Solidaritätsaktion an.

Unter dem Motto „Stillstehen gegen den Stillstand“ werden die Spieler in allen zehn Partien nach dem Anpfiff für eine Minute stillstehen. „Ohne uns rollt kein Ball und ohne uns kann die Zukunft der 3. Liga nicht gestaltet werden. Wir sagen hiermit: Stopp! So geht es nicht weiter“, erklärten die Klubs ihren Protest.

Ein Jahr – Keine Ergebnisse

Es ist der vorläufige Höhepunkt einer Diskussion, die in dieser Woche richtig Fahrt aufgenommen hat. Bereits im vergangenen Jahr gründete der DFB eine Arbeitsgruppe, die Ideen für eine Reduzierung von fünf auf vier Regionalligen erarbeiten sollte. Am Montag wurde bekannt, dass sie sich ohne Ergebnis bereits aufgelöst hat.

Mit seinem Vorschlag, den Flächenbereich des DFB in zwei Gebiete aufzuteilen und darin jeweils zwei Regionalligen einzuführen, wälzte der DFB die Verantwortung auf die Regional- und Landesverbände ab.

Rückkehr zu drei Absteigern

Eine Reaktion der Drittliga-Klubs ließ nicht lange auf sich warten. „Kein vierter Verein der 3. Liga sollte für den offensichtlich fehlenden Willen zur Bildung einer Lösung mit vier Regionalligen mit dem Abstieg bestraft werden“, erklärten sie am Mittwoch.

Sie fordern nach den vorerst gescheiterten Reformplänen des DFB eine schnellstmögliche Rückkehr zu drei Absteigern. Eine von DFB-Vizepräsident Rainer Koch vorgeschlagene zweigleisige 3. Liga lehnen die 20 Klubs kategorisch ab.

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