FSV Zwickau: Kampf um die Lizenz

Strittige Senkung der Stadionmiete als Knackpunkt

Zwickaus Lizenz wegen Stadionmiete fraglich

Ziehen bald dunklere Wolken über Zwickau auf? © imago/kruczynski

Beim FSV Zwickau läuft der Kampf um die Lizenz für die kommende Drittliga-Saison offenbar fast bis zur letzten Minute. Kurz vor Ablauf der Frist für die Einreichung nachgebesserter Unterlagen zum Nachweis der Liquidität am Dienstagnachmittag (15.30 Uhr) fehlten den Westsachsen laut einem Bericht der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 29.05.2018) noch rund 200.000 Euro zur Erfüllung der Auflagen.

Die Lücke ist noch nicht geschlossen. (FSV-Finanzchef Tobias Leege)

Mit „Stand Montag“, erklärte Zwickaus Finanzchef Tobias Leege in der Bild, „ist die Lücke von etwa 200.000 Euro noch nicht geschlossen.“ Der Verein und seine Führung seien aber „zuversichtlich, dass die noch offene Lücke bis zum Fristende geschlossen“ werde.

Nachweis von 1,4 Millionen als Auflage

In der ersten Runde des Lizenzierungsverfahrens hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) dem FSV die Zulassung für die dritte Liga vor Monatsfrist lediglich unter Auflagen erteilt. Die Verband knüpfte die endgültige Lizenzvergabe dabei an die Bedingung, dass Zwickau nachträglich noch Nachweise für eine zusätzliche Liquidität von insgesamt 1,4 Millionen Euro erbringt.

Laut Leege sind davon bisher schon 1,2 Millionen Euro vor allem durch Sponsoren abgesichert. Dabei sollen weitgehend Verträge lediglich noch unterschrieben worden sein, die im Lizenzantrag nach abgeschlossenen Verhandlungen noch nicht als fixiert angegeben waren. Außerdem seien zusätzliche Bemühungen um weitere Partner erfolgreich gewesen und weitere Kosten durch einen reduzierten Aufwand für Spieltage eingespart worden.

Als Problem hingegen erwiesen sich bis zuletzt die zähen Verhandlungen mit der Stadt und der Stadionbetreibergesellschaft über eine Senkung der Stadionmiete. Eine Entscheidung darüber war offenbar bis zum Ablauf der DFB-Frist nicht zu erreichen.

Dabei sollten in Zwickaus ursprünglichen Plänen geringere Kosten für die Arena-Nutzung zur Erhöhung der Liquidität beitragen. Der strittige Betrag sei, erklärte Leege, „in etwa auch die Lücke, die derzeit noch klafft und die wir nun anderweitig schließen müssen“.

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