FSV Zwickau: Was wurde aus den Abgängen 2017?

Das machen Paul, Wolf & Co. jetzt

Robert Paul gegen Dennis Erdmann. Jetzt kickt Paul für den VFC Plauen

Robert Paul (l.) streifte sich 165 Mal das FSV-Trikot über. ©Imago

Nach der sensationellen Aufholjagd des FSV Zwickau in der Rückrunde der vergangenen Saison nahmen gleich 16 Akteure Abschied von den Schwänen. Drei davon zog es zum VFC Plauen, einer von ihnen ist Innenverteidiger Robert Paul.

Der 32-Jährige gewann mit dem VFC am Wochenende das Spitzenspiel gegen den Bischofswerdaer FV mit 1:0 und steht derzeit auf dem zweiten Platz der NOFV-Oberliga Süd. Damit es mit dem Aufstieg klappt, müsse die Mannschaft „als geschlossene Einheit agieren“ so der Routinier im Gespräch mit Liga-Drei.de. Dann wolle es die Mannschaft bis zum Ende der Saison „spannend halten“ und auf die Möglichkeit zum Aufstieg lauern.

Habe regelmäßig Kontakt zu meinen ehemaligen Teamkollegen (Robert Paul)

Auch über die Entwicklungen bei seinem Ex-Verein weiß Paul sehr gut Bescheid. „Ich wohne direkt in Zwickau, habe noch regelmäßig Kontakt zu meinen ehmaligen Teamkollegen und drücke ihnen natürlich die Daumen.“ Bereits in der letzten Saison habe man gesehen, dass die Mannschaft „einen guten Charakter habe“, so der Verteidiger.

Die Gründe für den anfänglich durchwachsenen Saisonstart sieht er in der „hohen Erwartungshaltung“, die sich aus Platz fünf in der vorherigen Spielzeit ergab. „In Zwickau muss man aber kleinere Brötchen backen“, so Paul. Der Klassenerhalt sei aber auch in dieser Saison auf jeden Fall drin. „Wenn sich Torsten Ziegner auf das konzentriert, was die Mannschaft kann, wird es eine runde Sache.“

Das machen die anderen Abgänge

Oliver Genausch:
Mitte Juli bat der Stürmer den FSV um eine Vertragsauflösung, um zum FSV Wacker Nordhausen wechseln zu können. Mit seinem neuen Verein belegt er Rang fünf der Regionalliga Nordost. Aufgrund eines Bänderrisses stand Genausch erst vier Mal auf dem Feld, konnte dabei noch nicht einnetzen.

Patrick Wolf:
Mit dem Aufstiegsaspiranten Schweinfurt belegt der Innenverteidiger den zweiten Platz in der Regionalliga Bayern. Wolf ist bislang ein unverzichtbarer Teil der „Schnüdel“, stand in zwölf von 13 Liga-Spielen auf dem Platz. Beim Sieg im DFB-Pokal über den SV Sandhausen bereitete er sogar einen Treffer vor.

Michael Schlicht:
Auch Schlicht schloss sich Schweinfurt 05 an, kommt wegen einer anfänglichen Verletzung allerdings nur schwer in Fahrt. Momentan schwankt der 23-Jährige zwischen Startelf, Kurzeinsätzen und der Ersatzbank.

Kevin Bönisch:
Den 23-Jährigen verschlug es ca. 170 Kilometer nach Osten, nämlich zu Budissa Bautzen. Beim Tabellenelften der Regionalliga Nordost stand er als Mittelstürmer bislang neun Mal auf dem Platz, ein Tor wollte ihm jedoch noch nicht gelingen.

Benjamin Keller:
Der Mittelfeldspieler war bereits in der vergangenen Saison nach Plauen ausgeliehen, nun schließt er sich endgültig dem VFC an. Momentan muss er allerdings Geduld beweisen, aufgrund einer Verletzung konnte Keller noch nicht spielen.

Marian Unger:
Für den FSV stand der Torhüter 125 Mal zwischen den Pfosten und blieb dabei 65 Mal ohne Gegentreffer. Nun hält er für Plauen den Kasten sauber, in den ersten vier Saisonspielen des VFC musste er nicht hinter sich greifen und auch im jüngsten Spitzenspiel blieb er ohne Gegentor.

Jonas Aquistapace:
An den ersten vier Spieltagen stand der Innenverteidiger stets in der Startelf bei den Sportfreunden Lotte, so auch beim 1:1 gegen den FSV Zwickau. Danach musste er allerdings mit einem Bankplatz vorlieb nehmen, in den letzten sieben Partien bekam er von SFL-Coach Mark Fascher keine Einsatzzeiten.

Marcel Bär:
Nach nur einem Jahr verließ der Angreifer den FSV und wechselte nach Aalen. Auf der Ostalb gelangen ihm bisher drei Treffer sowie eine Vorlage in acht Partien. Zwischendrin verlor er allerdings seinen Stammplatz, im jüngsten Spiel gegen Rostock stand er jedoch wieder in der Startelf.

Maximilian Rosenkranz:
Der 20-Jährige ist jetzt beim VfB Auerbach unter Vertrag. Beim Tabellen-15. der Regionalliga Nordost muss Rosenkranz zunächst auf der Bank Platz nehmen, ein Einsatz war ihm noch nicht vergönnt.

Martin Juhar:
Unglaubliches Verletzungspech hatte der Tscheche, nachdem er im Januar nach Zwickau gewechselt war. Jetzt kickt Juhar für das Tabellenschlusslicht der tschechischen ersten Liga, Zbrojovka Brünn. In drei Spielen konnte er bisher 159 Einsatzminuten verzeichnen.

Felix Geisler:
Von Cottbus nach Zwickau und wieder zurück. Das Energie-Eigengewächs kickt seit Sommer wieder in der Lausitz, machte bisher sieben Partien, ins sechs davon wurde er eingewechselt. Mit einem Tor und zwei Vorlagen hat er dennoch seinen Anteil an der deutlichen Tabellenführung der Cottbuser. Momentan fällt er mit Sprunggelenksproblemen aus.

Robert Berger:
Trainer Heiko Scholz berief den Deutsch-Kasachen zuletzt stets in die Startelf von Lok Leipzig. Der Rechtsverteidiger bereitete bereits zwei Tore vor. Mit dem Traditionsverein aus der Messestadt hat er sich im oberen Tabellendrittel festgesetzt.

Lukas Wilton:
Nachdem er sich in Zwickau nicht durchsetzen konnte, ging es für den 22-Jährigen nach Babelsberg. In seiner neuen Mannschaft ist er angekommen: Wilton stand bisher in allen acht Ligapartien in der Startelf.

Jonas Nietfeld:
Der Mittelstürmer ist der einzige Akteur, den es in eine höhere Liga verschlagen hat. Für Jahn Regensburg wusste der gebürtige Mindener dabei durchaus zu überzeugen. Zwei Tore und eine Vorlage gelangen ihm in sechs Spielen.

Patrick Göbel:
Der 24-Jährige glänzte letzte Saison mit fünf Toren und zwölf Vorlagen beim FSV und auch bei seinem neuen Verein Würzburg können sich seine Statistiken sehen lassen. Zwei Treffer und drei Vorlagen erreichte der Mittelfeldspieler bisher, dennoch liegt er mit den Kickers derzeit nur auf Rang 17, zwei Punkte hinter seinem Ex-Klub Zwickau.

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