Kahlschlag in Aue – Aachen zieht Kaufoption bei Mika Schroers
Englische Woche weist den Weg
Schon wieder Geschichte in Aue: Christoph Dabrowski. © IMAGO / Maximilian Koch
Die 3. Liga hat sich nur am Ostermontag eine kurze Pause gegönnt. Nach dem 31. Spieltag am Samstag und Sonntag geht es am Dienstag und Mittwoch bereits mit der letzten Englischen Wochen der Saison weiter, in der vor allem im Aufstiegsrennen Spannung herrscht, während im Abstiegskampf eine erste Entscheidung fallen könnte.
Denn der 1. FC Schweinfurt 05, der bei 19 Punkten Rückstand ans rettende freilich ohnehin nicht mehr zu retten ist, wäre mit einer Niederlage im Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen definitiv abgestiegen. Und RWE wird alles daran setzen, die gute Ausgangsposition als Tabellenzweiter zu festigen.
Vermutlich in die Regionalliga folgen wird Schweinfurt der FC Erzgebirge Aue, den zwölf Punkte vom rettenden Ufer trennen und der nach dem 3:5 gegen die TSG 1899 Hoffenheim II Trainer Christoph Dabrowski nach nur neun Spielen mit mageren zwei Zählern schon wieder entlassen hat. Weil auch Co-Trainer Lars Fuchs gehen musste, übernehmen Nachwuchsleiter Khvicha Shubitidze und Jugendtrainer Enrico Kern bis zum Ende der Saison das Kommando. Sport-Geschäftsführer Michael Tarnat, der eigentlich wenige Tage zuvor für die neue Saison als starker Mann bestätigt worden war, legte in der Folge aufgrund „unterschiedlicher Auffassungen zur sportlichen Ausrichtung“ sein Amt nieder.
Strobl beim KSC im Gespräch
Der SSV Ulm hat mit dem 1:0-Sieg gegen den SC Verl noch einmal ein Lebenszeichen von sich gegeben. Die Entscheidung von Trainer Pavel Dotchev, dessen Vertrag sich nur bei Klassenerhalt verlängert, gleich acht Profis auszusortieren, brachte damit einen ersten Erfolg.
Verls Trainer Tobias Strobl wird unterdessen beim Karlsruher SC als möglicher Nachfolger von Christian Eichner gehandelt, dessen Aus nach sechseinhalb Jahren bevorstehen soll. Strobl soll in Verl eine Ausstiegsklausel in sechsstelliger Höhe für den Wechsel zu einem Zweitligisten haben.
Eine Kaufoption genutzt hat Alemannia Aachen bei Mika Schroers, der am Sonntagabend beim 3:0 gegen den SV Wehen Wiesbaden alle drei Tore erzielte. Für eine festgeschriebene Ablöse im niedrigen sechsstelligen Bereich wechselt der 24 Jahre alte Offensivmann von Arminia Bielefeld fix an den Tivoli – ob Schroers auch tatsächlich nächste Saison für Aachen spielen wird, ist aufgrund von Interessenten aus den ersten beiden Ligen indes noch offen.