Klubs fordern mehr Einfluss und Stellenwert

Entwurf für Forderungskatalog aufgestellt

DFB-Vize Peter Frymuth soll mehr Liga-Partner bekommen

Liga will mehr Gewicht bei DFB-Vize Peter Frymuth © imago/Jan Hübner

Die Drittliga-Vereine pochen weiter auf mehr Einfluss und einen höheren Stellenwert beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). Nach dem mühsamen Kompromiss in der Debatte über die künftige Aufstiegsregelung für die niedrigste Profi-Klasse in Deutschland haben die Klubs auf einer Konferenz in Wiesbaden einen Forderungskatalog entworfen.

In der Vorlage für eine Resolution für die Manager-Tagung im Februar drängen die Vereinsvertreter laut eines Berichts des Fachmagazins kicker (Heft 9 vom 25.1.2018) auf die Einrichtung einer eigenen Stabsstelle in der neuen DFB-Struktur („Büro 3. Liga“) mit der ausdrücklichen Teilaufgabe einer besseren Vermarktung der Liga.

Wiederholt wird außerdem die Erwartung, künftig mit Sitz und Stimme in Präsidium und Vorstand des Verbandes sowie mit zwei Vertretern in der Kommission zur endgültigen Reform der Regionalliga-Aufstiegsregelung mitarbeiten zu können.

Forderungen als Ausgleich für Aufstiegskompromiss

Die Erfüllung ihrer Wünsche sehen die Vereine auch als Ausgleich für die im vergangenen Spätherbst verabschiedete Änderung der Auf- und Abstiegsregelung ab der kommenden Saison. Zwar müssen in Zukunft vier Vereine absteigen, doch anders als von der Liga dabei ursprünglich vorausgesetzt steigen aus den weiterhin fünf Regionalligen nur drei Teams direkt auf und wird ein weiterer Aufsteiger in Play-offs ermitelt.

Das „Büro 3. Liga“ sehen die Klubs aufgrund des Professionalisierungsgrades der gesamten Liga als gerechtfertigt an. Mit einem Umsatz von zusammen voraussichtlich über 160 Millionen Euro könnten die Belange der Klubs nicht wie momentan beim DFB organisiert lediglich eine Teilaufgabe in einem gleichzeitig für Breiten- und Amateursport zuständigen Ressort angesiedelt bleiben.

Konkret besondere Bedeutung messen die Vereine ihrer Mitwirkung in der sogenannten Expertenkommission unter Vorsitz von DFB-Vizepräsident Peter Frymuth zur Umgestaltung des Aufstiegs in die 3. Liga bei.

In der vom DFB-Bundestag im Dezember verabschiedeten Arbeitsgruppe soll in der Frage bis 2019 ein zukunftsfestes Modell entwickelt werden, durch das die Zahl der Regionalligen ab der Saison 2020/21 von derzeit fünf auf vier Klassen reduziert wird und dadurch jeder Regionalliga-Meister den Sprung in Liga drei schafft.