Regionalliga Bayern: Stand im Aufstiegsrennen

Nürnberger Reserve auf Mintals Spuren

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Mittwoch, 02.12.2020 | 08:00
Marek Mintal im FCN-Training.

Mit Marek Mintal ist eine Club-Legende für den Nürnberger Nachwuchs verantwortlich. ©imago images/hmb-media

In der Spielzeit 2020/21 ist vieles anders, ein Umstand wird sich aber nicht ändern: Am Saisonende stehen vier Klubs aus den Regionalligen als Aufsteiger in die 3. Liga fest. Liga-Drei.de wirft einen Blick in die fünf Staffeln, erklärt die Aufstiegsregelung und beleuchtet die Vereine, die gerade auf Aufstiegskurs sind. Nach der Regionalliga West ist vor der Regionalliga Bayern.

Ausgangslage & Aufstiegsregelung

Türkgücü München ist zwar in die 3. Liga aufgestiegen, offiziell ist die Saison 2019/20 allerdings nicht beendet. Diese wird mit 17 Klubs fortgeführt. Nach dem 34. Spieltag Ende Mai 2021 werden dann die vier bestplatzierten Klubs, die sich für eine Drittliga-Lizenz bewerben, Playoffs ausspielen. Deren Gewinner tritt dann in der Relegation gegen den Sieger der Regionalliga Nord an.

Aktuell hat der BFV allerdings die Winterpause vorgezogen, erst nach dem Jahreswechsel soll entschieden werden, wann es weitergeht.

Welche Klubs liegen auf Kurs?

Die Favoriten
Die Winterpause verbringt Viktoria Aschaffenburg an der Tabellenspitze. Bei noch sieben ausstehenden Partien ist der Vorsprung von elf Punkten auf Rang vier ein Pfund, allerdings hat die Viktoria mindestens ein Spiel mehr absolviert als ihre Verfolger.

Viel Talent tummelt sich naturgemäß in den zweiten Mannschaften, das gilt auch für den Nachwuchs des 1. FC Nürnberg II. Mit Marek Mintal sitzt dort eine Club-Ikone auf dem Trainerstuhl, dessen einstiger Ruf als „Phantom“ vor dem Tor auch auf seine Schützlinge abgefärbt hat. Mit 61 Toren stellt der FCN den besten Angriff der Regionalliga Bayern.

Mit zwei Niederlagen denkbar schlecht in die Saison gestartet, grüßte die SpVgg Bayreuth nach dem 2. Spieltag vom Tabellenende. Seitdem hat sich viel getan: Aus den weiteren 24 Partien folgten nur zwei weitere Niederlagen. Die Elf von Ex-Bundesliga-Profi Timo Rost liegt somit nur noch zwei Punkte hinter Aschaffenburg, hat aber noch ein Spiel mehr zu bestreiten.

Der 1. FC Schweinfurt machte sich im Frühjahr Hoffnung auf den Aufstieg, musste aber Türkgücü München den Vortritt lassen. Die „Schnüdel“ haben den Gang in Liga drei nun in der eigenen Hand. Der Vorsprung auf Platz fünf ist mit fünf Punkten komfortabel, zumal noch zwei Nachholspiele zu bestreiten sind.

Die Verfolger
In der Bayern-Staffel kristallisiert sich wenige Spieltage vor dem Schluss bereits ein Spitzen-Quartett heraus, die Verfolger mussten zuletzt etwas abreissen lassen. Der TSV Aubstadt und VfB Eichstätt sind hier zu nennen. Das Duo hat aber bereits fünf bzw. sieben Punkte Rückstand auf Platz vier.

Möglicher Stolperstein bei einer Aufholjagd: Im Vergleich zu den Top-4 warten auf Aubstadt und Eichstätt keine Nachholspiele, zudem müssen beide noch direkt gegeneinander antreten.