Rot-Weiß Erfurt: Auch Manager Traub bot Rücktritt an

Krämer von Freistellung offenbar überrascht

Durch Entlassung überrascht: Erfurts Ex-Coach Stefan Krämer

Von Freistellung kalt erwischt: Erfurts Ex-Trainer Stefan Krämer © imago

Bei Rot-Weiß Erfurt sind nach der Trennung von Trainer Stefan Krämer bislang unbekannte Details zu den Vorgängen hinter den Kulissen bekannt geworden. Einem Bericht der Thüringer Allgemeinen zufolge soll Manager Torsten Traub bereits vor Wochenfrist seinen Rücktritt angeboten haben. Traub wiederum gab nach der Freistellung von Krämer zu Protokoll, dass der Coach die Entscheidung der Vereinsführung nicht erwartet hätte.

Wenn man denkt, dass ich nicht der Richtige bin, ziehe ich mich zurück. (RWE-Manager Torsten Traub)

Laut TA hatte Traub schon in der Vorwoche seine Demission aufgrund der anhaltenden Kritik an der Kaderplanung in den Raum gestellt. „Wenn man denkt, dass ich nicht der Richtige auf dieser Position bin, dann ziehe ich mich zurück“, betonte der RWE-Manager seinen Standpunkt in einem grundsätzlichen Statement.

Krämer von Rauswurf „überrascht“

Die ersten Konsequenzen aus der sportlichen Talfahrt der Thüringer mit dem Absturz ans Tabellenende und zuletzt drei Niederlagen in Serie zog die RWE-Spitze jedoch für den Trainer-Posten. Obwohl der bisherige RWE-Coach nach der 1:3-Heimpleite am vergangenen Samstag gegen die SV Wehen Wiesbaden mit ähnlichen Worten wie zuvor Traub seinen Rücktritt angeboten hatte, ist der 50-Jährige zwei Tage später von der Mitteilung seiner Freistellung nach 21-monatiger Tätigkeit durch einen Anruf von Traub laut Aussage des Managers „überrascht“ gewesen: Krämer habe die Nachricht aber „gefasst“ aufgenommen und wollte anschließend zunächst „alleine sein“.

Krämers Nachfolger Daniel Bergner setzt unterdessen vor dem Thüringer Derby im Landespokal-Achtelfinale beim Ligarivalen Carl Zeiss Jena (Sonntag) auf eine gute Atmosphäre innerhalb der Mannschaft. „Wir müssen den Spielern die Sorgen nehmen und das Positive herauskehren“, sagte der bisherige RWE-Chefscout.

Das pikante Duell bietet aus Sicht des neuen „Chefs“, der seine Lizenz als Fußballlehrer im Vorjahr zusammen mit den heutigen Bundesliga-Trainern Julian Nagelsmann (Hoffenheim), Domenico Tedesco (Schalke) und Alexander Nouri (Bremen) erwarb, generell die Chance zu einer „Trendwende“. Auch Traub erhofft sich von dem Trainerwechsel „einen Impuls“. Durch die Trennung von Krämer habe der Klub „die Mannschaft aus ihrer Lethargie wecken“ wollen.

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