Rot-Weiß Erfurt: Krämer freigestellt

RWE-Spitze handelt

Auf der Kippe: Erfurts Coach Stefan Krämer

Offenbar zu Rücktritt bereit: RWE-Coach Stefan Krämer © imago

Update (11.20 Uhr)
Wie der Verein offiziell mitgeteilt hat, wurde Krämer mit sofortiger Wirkung freigestellt. „Im Fußball gibt es leider Gesetzmäßigkeiten, die in der aktuell prekären sportlichen Situation auch unseren Verein in Zugzwang bringen“, wird Präsident Rolf Rombach zu der Situation zitiert. David Bergner wird laut Verein ab sofort das Training leiten.

Artikel (7.30 Uhr)
Bei Rot-Weiß Erfurt wird die Luft für Trainer Stefan Krämer zunehmend dünner. Nach der dritten Niederlage in Serie durch die 1:3-Heimpleite gegen den SV Wehen Wiesbaden stellte der Coach seine Person sogar schon selbst zur Diskussion.

Wenn es jemand besser kann, soll er es machen. (RWE-Trainer Stefan Krämer)

„Ich klebe nicht an meinem Stuhl“, sagte Krämer in der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 02.10.2017) nach der Ernüchterung für sein Team gegen die Hessen: „Wenn es jemand besser kann, soll er es machen.“

Rombach: „Müssen in uns gehen“

Erfurts Präsident Rolf Rombach allerdings will keine überhasteten Konsequenzen aus der Misere ziehen. Er werde sich nicht weiter zu Krämers Zukunft äußern, sagte Rombach der Bild zur Vertrauensfrage des 50-Jährigen: „Wir müssen noch einmal in uns gehen.“

Bei ihren Beratungen wird die RWE-Spitze an den Fakten nicht vorbeikommen: Durch die Negativserie nach einem Zwischhoch mit zwei Siegen nacheinander stecken die Thüringer am Tabellenende fest und dürften ohne eine zeitnahe Trendwende voraussichtlich bis zum Saisonschluss in den Kampf um den Klassenerhalt verwickelt bleiben. Mit nur sechs Toren aus den bisherigen elf Punktspielen ist das Schlusslicht derzeit schon mit Abstand das harmloseste Team der Liga.

Zudem bietet sich der Zeitpunkt für eine Trennung an: Durch die Länderspiel-Pause steht am nächsten Wochenende lediglich das Achtelfinale im Landespokal auf dem Programm, so dass reichlich Luft für eine intensive Suche nach einem neuen Coach bliebe.

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