Shpend Hasani im Fokus der 3. Liga

Angreifer schießt sich in die Notizbücher

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Samstag, 18.04.2020 | 08:00

Shpend Hasani beim FC Wegberg-Beeck

Macht auch gegen den Ball Meter: Shpend Hasani (r.). ©Imago images/Markus Endberg

Shpend Hasani hört einfach nicht auf zu treffen. In der laufenden Saison netzte er bereits elfmal für den FC Wegberg-Beeck in der Mittelrheinliga ein und setzte sich damit an die Spitze der Torschützenliste. Das wäre nicht weiter verwunderlich, wenn Hasani dort nicht bereits in den vergangenen Jahren eine wichtige Rolle spielte.

So erzielte er in der vergangenen Saison 20 Treffer in 28 Spielen, bereits im dritten Jahr in Folge trifft er nun zweistellig. In der Saison 2017/18, als Wegberg-Beeck noch in der Regionalliga kickte, bewies er bei elf Treffern, dass er sein Potential nicht nur in Liga fünf abrufen kann.

So viel Konstanz ist nicht selbstverständlich und möglicherweise maßgebend dafür, dass nach Liga-Drei.de-Informationen mehrere Drittligisten und Klubs aus der Regionalliga Hasani auf ihrem Zettel haben, wenn es um Verstärkungen für die kommende Saison geht.

Auge für die Mitspieler

Auch ein Aspekt, der für den Angreifer spricht, dürfte seine mannschaftsdienliche Spielweise sein. Stürmern, die als eiskalte Vollstrecker in Erscheinung treten, haftet manchmal auch das Image des egoistischen Einzelkämpfers an, nicht so bei Hasani, der in der laufenden Saison bereits elf Tore vorbereitete, während es in der Vorsaison ganze 14 Assists waren. 

Der Torriecher scheint bei Hasani allerdings nicht eingebaut, sondern erarbeitet. Noch in der Jugend bei Alemannia Aachen vermochte er nicht nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen, erst in der Saison 2015/16 blitzte sein Talent erstmals richtig auf, als er für die zweite Mannschaft des Traditionsvereins 14 Tore in einer Saison erzielte.

Es folgt der Wechsel zu Helmond Sport, in die zweite niederländische Liga, wo Hasani allerdings vermehrt nur für die Zweitvertretung auflief und das Land daraufhin nach einem Jahr wieder verließ. Der Wechsel zum FC Wegberg-Beeck erwies sich aufgrund seiner Entwicklung als goldrichtig - angesichts des Drittliga-Interesses könnte im Sommer ein neues Kapitel in der Karriere des Angreifers hinzukommen.