SpVgg Unterhaching: Unaufhaltsam Richtung 3. Liga?

Ex-Bundesligist schon seit Anfang Oktober Herbstmeister

Sascha Bigalke zieht ab.

Sascha Bigalke gehört zu den torgefährlichsten Hachingern. ©Imago

Wer soll diese Mannschaft stoppen? Das dürften sich mittlerweile alle Konkurrenten der SpVgg. Unterhaching in der Regionalliga Bayern gefragt haben. Der ehemalige Bundesligist ist auf dem allerbesten Weg, die Meisterschaft in dieser Liga sehr früh klar zu machen und sich damit die Teilnahme an den Relegationsspielen zur 3. Liga zu sichern. Nach 15 absolvierten Spieltagen stehen 41 von 45 möglichen Punkten auf dem Konto, die Herbstmeisterschaft wurde mit dem 4:1-Sieg gegen Bayern Hof am 8. Oktober festgezurrt.

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Die Tormaschine läuft auf Hochtouren

Dass die Hachinger viele Tore schießen, ist keine Seltenheit: Insgesamt 46 Treffer sind es aktuell. 9-mal erzielte die Mannschaft mindestens drei Treffer, 6-mal davon waren es sogar mindestens vier Tore. Vor allem an den drei Spieltagen zwischen Ende August und Anfang September ließ es das Team richtig krachen: Erst wurde Schweinfurt mit 5:0 vom Platz gefegt, danach gab es ein 4:1 beim 1. FC Nürnberg II und anschließend wieder ein 5:0 gegen Illertissen.

Fast schon logisch, dass mit Stephan Hain ein Spieler aus dem Münchner Vorort die Torschützenliste der Regionalliga Bayern anführt. Hain, der früher beim FC Augsburg und bei 1860 München aktiv war, erzielte in seinen bisherigen zwölf Einsätzen 13 Treffer. Auch Sascha Bigalke (neun Tore) und Markus Einsiedler (sechs Treffer) haben schon mehrfach ihre Gefährlichkeit unter Beweis gestellt.

Auch die Abwehr hat ihren Anteil

Bei allem Respekt gegenüber dem Sturm der Spielvereinigung: Es wäre nicht fair, ausschließlich den Angriff in den Himmel zu loben. Denn auch die Defensive macht bislang einen überragenden Job, sie hat erst neun Gegentreffer zugelassen. Nicht zuletzt dank Keeper Stefan Marinovic, der sich mit seinen starken Leistungen in Unterhaching bis in die neuseeländische Nationalmannschaft gekämpft hat.

Bei momentan 14 Punkten Vorsprung auf den schärfsten Verfolger 1860 München II scheint es undenkbar zu sein, dass die Mannschaft von Trainer Claus Schromm (Vertrag bis 2020) nicht zu den sechs Teams gehört, die am Ende der Saison in der Relegation die drei Aufsteiger in die 3. Liga bestimmen. Damit bekommt der Verein, bei dem Manfred Schwabl seit 2012 Präsident ist, die Chance, nach zwei Jahren in der Regionalliga wieder den Weg nach oben anzutreten.