SSV Ulm: Großangriff auf Liga 3

Fink verpflichtet, Heimann soll kommen

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Mittwoch, 01.07.2020 | 17:08

Niclas Heimann beim SV Rödinghausen

Bläst Niclas Heimann bald mit Ulm zum Angriff? ©Imago images/Noah Wedel

In jedem Jahr der Regionalliga gibt es Vereine, die sich sehr ambitioniert geben, den Bereich des Amateur-Fußballs zu verlassen und in die 3. Liga aufzusteigen. Rot-Weiss Essen holte in diesem Zusammenhang vor der Saison sowohl namhafte Spieler als auch einen bekannten Trainer.

Nun schlägt der SSV Ulm diesen Weg ein, stellte gestern Anton Fink als Neuzugang vor und will nach Informationen von Liga-Drei.de in Niclas Heimann vom SV Rödinghausen einen neuen Keeper. Für diesen wird sogar Geld in die Hand genommen, denn ablösefrei ist der 29-Jährige nicht.

Bewegte Vita

Heimann wurde in der Jugend von Bayer Leverkusen und des FC Chelsea ausgebildet, ging anschließend zu RB Salzburg. Weitere Stationen waren Venlo in den Niederlanden, der damalige Zweitligist Energie Cottbus und Rot-Weiss Essen ehe es nach Rödinghausen ging. Dort ist er seit drei Jahren Stammkeeper, gehörte zum Team, das im DFB-Pokal für Furore sorgte und diese Saison nur nicht aufstieg, weil der Verein freiwillig verzichtete.

Das soll beim SSV Ulm nicht passieren, sportlich wie auch regulatorisch will der frühere Bundesligist den Aufstiegskampf in der Regionalliga Südwest angehen. Schon im letzten Sommer wurden unter anderem mit dem früheren Aalener Thomas Geyer und dem aus Uerdingen gekommen Tobais Rühle Drittliga-erfahrene Spieler geholt.

Anton Fink ist nun noch einmal eine andere Dimension. Der Zweijahresvertrag für den ewigen Torschützenkönig der 3. Liga unterstreicht die Ambitionen des SSV mehr als deutlich. Da mit dem 1. FC Saarbrücken ein großer Konkurrent aus dem Weg ist und nicht zwingend zu erwarten ist, dass Sonnenhof Großaspach gleich wieder oben mitspielt, ist der Ehrgeiz sicher nicht unbegründet.