Stimmen zum 6. Spieltag 2018/19

Was sagen die Trainer?

Daniel Bierofka von 1860 München

Daniel Bierofka sah seine Sechziger gegen Cottbus bis ans Limit gehen. ©Imago/MIS

Der 6. Spieltag ist noch nicht ganz abgerundet, denn das Montagsspiel zwischen der SG Sonnenhof Großaspach und dem VfR Aalen steht noch an. Neun Spiele sind jedoch schon absolviert, die von den Beteiligten auch intensiv analysiert und besprochen worden sind. Wir haben die Pressekonferenzen verfolgt, einige Stimmen waren aufschlussreich, andere weniger spannend. Die kernigsten Trainer-Aussagen vom Wochenende findet Ihr hier.

Bierofkas Spieler leiden

Löwen-Trainer Daniel Bierofka lobte auf der Pressekonferenz vor allem das Stehvermögen seine arg geschundenen Truppen: „Vino (Daniel Wein, Anm. d. Red.) hat mit einer schmerzstillenden Spritze gespielt, aber ohne Gefahr, dass irgendetwas passiert, weil er keine strukturelle Verletzung hat.

Dann verletzt sich Henni (Hendrik Bonmann, Anm. d. Red.) noch, Sascha (Mölders, Anm. d. Red) bekommt noch einen Schlag auf das Ödem am Knie. Wir mussten richtig leiden für diese drei Punkte, aber meine Mannschaft hat gelernt, dass man in dieser Liga nichts geschenkt bekommt.“ 

Wir mussten richtig leiden für diese drei Punkte. (Daniel Bierofka)

Schwartz hadert mit den Chancen

Dass die Sportfreunde Lotte nach den chaotischen Tagen ihre ersten Punkte ausgerechnet in Karlsruhe und damit den ersten Auswärtsdreier seit Dezember 2017 holten, war für KSC-Trainer Alois Schwartz schwer zu verdauen. „Für uns ein gebrauchter Samstag. Wenn man so in ein Spiel geht über 30 Minuten, dann kann man nicht gewinnen,“ sagte der Übungsleiter vor den Medienvertretern.

Immerhin mit dem zweiten Durchgang konnte sich Schwartz identifizieren, haderte aber mit der Chancenverwertung: „In der Halbzeit haben wir ein bisschen umgestellt, haben mit Sali (Saliou Sané, Anm. d. Red.) eine andere Spitze gebracht, der es ganz gut gemacht hat. Wenn er ein bisschen mehr Glück hat, kann er zwei, drei Tore machen. Aber wir haben es ja mit dem Toreschießen leider nicht so.“

Rehms unfreiwilliges Gastgeschenk

Für den SVWW läuft es bislang überhaupt nicht in dieser Saison. In Würzburg ärgerte sich Gäste-Trainer Rüdiger Rehm vor allem über die Entstehung des 2:1 für die Kickers: „Wir stellen uns beim Einwurf bei uns im letzten Drittel sehr, sehr gastfreundlich an und lassen den Gegner fünf, sechs Mal auf kurzer Distanz kombinieren.“ In der Länderspielpause hofft Rehm nun die Zeit zu finden, an den Defiziten zu arbeiten.

Wir stellen uns sehr, sehr gastfreundlich an. (Rüdiger Rehm)

Antwerpens Wechsel verpuffen

Die zweite Niederlage der Saison musste Preußens Coach Marco Antwerpen erklären. Er pflichtete seinem Gegenüber Stefan Krämer bei, der in der ersten Halbzeit von beiden Mannschaften ein gutes Drittligaspiel gesehen hatte, konstatierte dann aber einen Leistungsabfall: „Ab der 60. Minute war bei uns in der Offensive absoluter Stillstand.“

Von außen gelang es ihm ebenso wenig Reize zu setzen: „Auch von den Spielern, die eingewechselt wurde, kamen diesmal wenig Impulse. Das ist schon richtug enttäuschend, dass wir die zweite Niederlage so früh in der Saison kassiert haben.“

Frontzeck gegen Enochs

Den höchsten Diskussionsbedarf gab es nach dem späten Ausgleich des FSV gegen Kaiserslautern per Elfmeter, bei dem aber der Verursacher Jan Löhmannsröben selbst von einem gegnerischen Ellbogen getroffen worden war.

Das Schlusswort zu dieser Aktion hatte auf der Pressekonferenz nach dem Spiel FCK-Trainer Michael Frontzeck, der die Erklärung von Joe Enochs belächelte: „Joe, wir haben das Spiel lange genug selber gespielt und zwischen ‚in einen Ellbogen hineinlaufen‘ und dem, was da eben passiert ist, ist schon ein Unterschied. Aber es ist jetzt auch egal, das Spiel wird nicht wiederholt und wir nehmen das so mit.“  

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