SV Rödinghausen beantragt keine 3.Liga-Lizenz

Trotz Tabellenführung kein Aufstieg

Stadion des SV Rödinghausen

Die Fans des SV Rödinghausen werden sich weiter mit der Regionalliga begnügen müssen. ©Imago images/Noah Wedel

Update 15 Uhr:
Der SV Rödinghausen hat inzwischen auf seine Homepage offiziell bekannt gegeben, dass der Verein keine Lizenz für die 3. Liga beantragen wird, da die nötige Infrastruktur nicht zu stemmen ist. „Die Heimspiele stattdessen in Bielefeld, Osnabrück oder Lotte auszutragen, ist für uns keine wirkliche Option, unsere Heimat ist hier in Rödinghausen und die Verbundenheit mit unserer Region und unseren Fans hier vor Ort ist uns sehr wichtig“, so Geschäftsführer Alexander Müller.

Der ursprüngliche Artikel von 13:56 Uhr:
Wie Liga-Drei.de exklusiv erfahren hat, wird Regionalligist SV Rödinghausen zum zweiten Mal auf die Beantragung einer Lizenz für die 3. Liga verzichten. Die Entscheidung der Verantwortlichen ist für Trainerstab wie Spieler eine große Enttäuschung, denn der SV führt die Tabelle der Regionalliga West an und gewann jüngst das Spitzenspiel gegen Verfolger Rot-Weiss Essen.

Der Verzicht auf den zum Greifen nahen Aufstieg dürfte nun mehrere Dinge zur Folge haben. Zum Einen ist der Weg für die Traditionsklubs Rot-Weiss Essen und Rot-Weiß Oberhausen nun wieder frei.

Trainer & Leistungsträger vor dem Absprung

RWE liegt mit Ex-HSV-Trainer Christian Titz und namhaften Spielern mit 41 Punkten auf Platz vier, derzeit bei zwei Spielen weniger zwölf Zähler hinter Rödinghausen. RWO rangiert davor mit 44 Punkten. Vor den beiden als Favoriten in die Saison gegangenen Klubs liegt jedoch neben Rödinghausen auch noch Pokal-Schreck SC Verl mit einer Partie weniger als die beiden Verfolger und 46 Punkten.

Das Rennen um den Aufstieg ist damit wieder völlig offen. Doch noch einschneidender dürften die Folgen für den SV Rödinghausen selbst sein. Zum Einen wird nun Erfolgstrainer Enno Maaßen nicht zu halten sein. Maaßen steht bereits seit längerem bei Zweit-und Drittligisten auf dem Zettel.

Der 35-Jährige, der seinen Fußballlehrer macht, formte die Mannschaft schon in der letzten Saison zu einem Spitzenteam der Regionalliga West, sorgte daneben im DFB-Pokal für Furore.

Nachdem Dynamo Dresden ausgeschaltet worden war, schied Rödinghausen nur knapp mit 1:2 gegen Bayern München aus. In der aktuellen Pokalsaison zwang man in der 1. Runde den SC Paderborn ins Elfmeterschießen.

Neben dem Trainer werden auch die Leistungsträger auf dem Platz sich nun Gedanken machen, wenn der Verein selbst ihnen nicht die Möglichkeit bietet, sich sportlich weiterzuentwickeln.

Mittelstürmer Simon Engelmann etwa, mit 19 Toren gefährlichster Angreifer des SV, wird mit 30 Jahren wohl zum letzten Mal die Chance haben, noch einmal höherklassig zu spielen. Auch für den 22-jährigen Flügelspieler Omar Haktab Traoré gibt es nach Liga-Drei.de-Informationen mehrere Interessenten aus der 2. und 3.Liga.

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