SV Rödinghausen: Maaßen geht, kommt jetzt Drube?

Trainerwechsel beim Regionalligisten

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Donnerstag, 23.04.2020 | 08:23

Enno Maaßen gibt an der Seitenlinie Kommandos.

Die Erfolgsgeschichte zwischen Enno Maßen und dem SV Rödinghausen endet vorzeitig. ©imago images/MaBoSport

Bereits Mitte Februar vermeldete Liga-Drei.de exklusiv, dass der SV Rödinghausen keine 3.Liga-Lizenz beantragt. Wenig später machte der souveräne Tabellenführer der Regonalliga West, der zehn Punkte vor dem SC Verl liegt, den Verzicht offiziell.

Damals war absehbar, dass Erfolgstrainer Enno Maaßen in Anbetracht der fehlenden sportlichen Perspektive wohl nicht zu halten sein wird. Ein Bericht des kicker (Heft 35, vom 23.04.2020) , dass sich Rödinghausen und der 36-Jährige nun auf eine vorzeitige Trennung geeinigt haben, deckt sich mit Liga-Drei.de-Informationen. Einen Nachfolger nannte der kicker nicht. Nach Recherchen unserer Redaktion soll allerdings Nils Drube ein heißer Kandidat sein.

Maaßen weckt Begehrlichkeiten

Maaßen übernahm zur Spielzeit 2018/19 das Kommando in Rödinghausen und war dort auch stark in die Kaderplanung eingebunden. Zudem zeichnete sich die Mannschaft durch eine hohe taktische Flexibilität aus und erreichte mit Tabellenplatz drei im ersten Jahr die bislang beste Endplatzierung der Klubgeschichte. Die Weiterentwicklung gelang in der gerade unterbrochenen Spielzeit, in der Rödinghausen mit 63 Punkten bereits nach 27 Spieltagen die Ausbeute der Vorsaison erreicht hat.

Auch außerhalb der Liga sorgte der SV Rödinghausen für Furore. In der ersten Runde des DFB-Pokals 2018 wurde Dynamo Dresden in der Verlängerung aus dem Wettbewerb gekegelt, anschließend musste sich der FC Bayern München bei seinem 2:1-Erfolg gewaltig strecken. Mit dem SC Paderborn stolperte in dieser Spielzeit beinahe ein weiterer Bundesligist, der Rödinghausen erst im Elfmeterschießen bezwingen konnte.

So dürfte es auch nicht lange dauern, bis Maaßen wieder auf einem Trainerstuhl Platz nimmt. Bereits in der Vergangenheit stand er auf Grund seiner erfolgreichen Arbeit in Rödinghausen bei Zweit- und Drittligisten auf dem Zettel. Aktuell macht der 36-Jährige seinen Fußballlehrer, um in der Zukunft im Einklang mit den Statuten oberhalb der Regionalliga einen Cheftrainer-Posten übernehmen zu können.

Drube seit einem Jahr ohne Job

Sein möglicher Nachfolger Drube ist seit rund einem Jahr ohne Verein, nachdem er beim damaligen Drittligisten Sportfreunde Lotte im April 2019 von seinen Aufgaben entbunden wurde. Drube hatte den späteren Absteiger erst im August 2018 übernommen, nachdem er zuvor bei Preußen Münster und Bayer Leverkusen als Nachwuchscoach und Scout tätig war.

Am Lotteraner Autobahnkreuz gelang es ihm zunächst, eine verunsicherte Mannschaft wieder aufzurichten. Dauerhaft gelang es ihm jedoch nicht, die Sportfreunde zu stabilisieren: Bekanntlich endete die Saison für ihn persönlich vorzeitig mit seiner Freistellung, Lotte musste wenige Wochen später den Gang in die Regionalliga West antreten. Dort könnte es nun zum Wiedersehen kommen, wenn sich Rödinghausen für Drube entscheidet.