Uzelac und Co.: Das machen die Ex-Würzburger heute

Zwischen Leistungsträgern und Ergänzungsspielern

Franko Uzelac klärt per Kopf

Voller Einsatz für den SV Babelsberg 03: Franko Uzelac räumt jetzt in der Regionalliga ab. ©Imago/Picture Point

Zehn Abgänge hatten die Würzburger Kickers im Sommer zu verzeichnen, darunter war auch Franko Uzelac. Der Innenverteidiger wechselte in die Regionalliga Nordost, gibt in der Abwehr des SV Babelsberg 03 den Ton an.

Im Interview verrät Uzelac seine Ziele für die kommende Saison und blickt auf seinen Ex-Klub Würzburg. Wir zeigen Euch außerdem, wie es für die anderen Abgänge der Kickers derzeit läuft.

Herr Uzelac, Sie haben Würzburg nach zwei Jahren verlassen. Was gab den Ausschlag für den Wechsel zu Babelsberg 03?
Franko Uzelac: „Für Babelsberg 03 sprach, dass ich sehr gute Gespräche mit dem Trainer hatte und dort sehr viel Potential sah, in der neuen Saison viel Spielzeit mitzunehmen. Zudem sind die Bedingungen bei Babelsberg in einer sehr starken Liga sehr professionell.“

Der Regionalligist gilt als besonderer Verein, der sich mit seinen Fans immer wieder klar gegen Diskriminierungen positioniert. War das Image des Klubs auch ein Grund für den Wechsel?
Uzelac: „Ja, auf jeden Fall. Ich habe mich auch über die Fans und alles Drumherum erkundigt. Da habe ich nur Positives gehört. Natürlich identifiziert man sich da auch als Spieler besonders mit solchen Aktionen der Fans.“

Sie brauchen einen langen Atem. (über die Saison des FWK)

Sportlich läuft es für Sie persönlich gut, Sie sind Stammspieler. Was sind Ihre Ziele für diese Saison?
Uzelach: „Neben möglichst viel Spielzeit will ich mit der Mannschaft eine erfolgreiche Saison spielen, unter den ersten Plätzen mit dabei sein, mich weiterentwickeln und wieder in den Vordergrund spielen. Auch wenn Chemnitz schon weit weg ist, will jeder Verein und jeder Spieler jedes Spiel gewinnen.“

Ihr Ex-Verein Würzburg scheint um den Aufstieg mitzuspielen. Was bekommen Sie noch mit von der Stimmung dort?
Uzelach: „Ich habe noch Kontakt zu einigen Spielern, da bekomme ich noch viel mit. Nach den ersten Spielen mit null Punkten ist jetzt eine Euphorie entstanden. Sie haben eine gute Serie hingelegt und stehen gut da. Sie brauchen in der Saison aber einen langen Atem, um oben mitzuhalten.“

Zum Schluss: Was gibt es in Würzburg, was es in Babelsberg bzw. Potsdam nicht gibt?
Uzelach: „Erstmal Profi-Fußball (lacht). Würzburg ist eine wunderschöne Stadt, in der ich mich sehr wohl gefühlt habe. In Potsdam gefällt es mir aber auch sehr gut.“

Die übrigen Abgänge:

Jannis Nikolaou:
Der Mittelfeld-Kämpfer hat sich bei Zweitligist Dynamo Dresden durchgesetzt, stand in den ersten neun Partien sechs Mal in der Startelf. Dabei wechselten sich unglückliche Auftritte mit starken Leistungen ab. Insgesamt allerdings ein guter Saisonstart für Nikolaou.

Ioannis Karsanidis:
Der zentrale Mittelfeldspieler schwimmt mit dem Chemnitzer FC auf der Erfolgswelle: Der CFC gewann bisher jedes seiner zwölf Spiele und liegt mit Abstand auf Rang eins. Karsanidis kann allerdings meist nur durch Kurzeinsätze zum Mannschaftserfolg beitragen. Zweimal stand er in der Startformation.

Felix Müller:
Beim SV Sandhausen stand Müller in den ersten vier Saisonspielen immer auf dem Platz, dann musste er zwischenzeitlich zuschauen. Zuletzt gegen St. Pauli gelang ihm nach seiner Einwechslung eine ordentliche Partie. Man darf gespannt sein, ob der neue SVS-Trainer Uwe Koschinat auf ihn baut.

Emanuel Taffertshofer:
Auch Taffertshofer verschlug es an den Hardtwald, allerdings kam der defensive Mittelfeldspieler beim SV Sandhausen bisher nur im DFB-Pokal zu einem Kurzeinsatz. Für ihn ist der jüngste Trainerwechsel beim SVS eine Chance.

Marco Königs:
Königs geht für Ligakonkurrent Hansa Rostock auf Torejagd. In neun von zehn Partien stand er dabei in der Startelf. Insgesamt bringt es Königs auf drei Tore und ebenso viele Vorlagen in zehn Partien und erzielte damit bereits jetzt mehr Ligatreffer als in der letzten Saison für Würzburg (2).

Wolfgang Hesl:
Eigentlich war der gebürtige Nabburger in Kaiserslautern nur als Nummer drei vorgesehen. Allerdings überzeugte er mit starken Leistungen und ist nach der Verletzung von Stammkeeper Jan-Ole Sievers derzeit die Nummer eins der Roten Teufel. Außerdem übernimmt Hesl Führungsaufgaben, in den letzten drei Partien trug der die Kapitänsbinde.

Marvin Kleihs:
Der Rechtsverteidiger besaß in Würzburg keine Perspektive mehr, weshalb er sich dem Berliner AK anschloss. Auch dort ist es für Kleihs allerdings schwierig, Fuß zu fassen: Dreimal stand er bisher auf dem Feld. Mit dem BAK belegt er momentan den zweiten Platz der Regionalliga Nordost.

Sebastian Neumann:
Der Innenverteidiger war beim Zweitligisten MSV Duisburg in den ersten sieben Spielen gesetzt, verlor zuletzt allerdings seinen Stammplatz. Momentan laboriert der Abwehrmann an Hüftproblemen und fällt aus.

Björn Jopek:
In Würzburg hatte Jopek einen schweren Stand, beim Halleschen FC hingegen ist er Stammspieler. In allen zehn Partien stand er auf dem Feld, beim jüngsten 2:1-Sieg in Cottbus erzielte Jopek sein erstes Saisontor. Dennoch ist noch Luft nach oben, denn nur eine Partie bestritt Jopek bisher über die volle Spielzeit.

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