Carl Zeiss Jena gegen Hansa Rostock

Analyse, Aufstellung & Quote für den 03.11.2019

Rene Eckardt, verfolgt von Jonas Hildebrandt

Das letzte Duell zwischen dem FCC und Hansa im Paradies endete mit einem 1:1-Unentschieden. ©Imago images/Picture Point

7.000 Zuschauer werden erwartet, wenn das Tabellenschlusslicht Carl Zeiss Jena am Sonntag (Anstoß: 14 Uhr) den formstarken FC Hansa Rostock empfängt. Geht es nach den jüngsten Ergebnissen, scheint der Sieger klar, nicht jedoch, wenn es nach dem direkten Vergleich zwischen beiden Vereinen geht. Kann der FCC also doch für eine Überraschung sorgen?

Carl Zeiss Jena: Mehr Mut gefragt

Ein kurzfristiger Trainer-Effekt stellte sich bei Carl Zeiss Jena nicht ein. In den ersten beiden Partien mit Rico Schmitt an der Seitenlinie gab es nur einen Punkt, im letzten Heimspiel gegen Würzburg. Die Probleme bleiben: Der FCC kassiert zu viele Gegentore, hielt in der Defensive noch nie die Null.

Die Offensive kann diese Schwäche nicht auffangen, war gegen Uerdingen ideenlos. Schmitt monierte nach der Partie fehlendes Durchsetzungsvermögen seiner Mannschaft, die er jetzt im Hinblick gegen Rostock wieder aufrichten muss, um mit dem benötigten Selbstvertrauen zu starten.

Hoffnungsschimmer gibt es vor der Partie gegen Rostock nämlich durchaus: Der jüngste direkte Vergleich seit dem Aufstieg ist positiv, zwei Siege und zwei Remis gab es gegen Hansa Rostock seitdem. Außerdem schaffte es der FCC in dieser Saison, die Spiele meist offen zu halten. Erst viermal lag der FCC zur Pause in Rückstand. Die schwache Bilanz in der zweiten Halbzeit verhinderte bisher bessere Ergebnisse, allerdings ist im kommenden Spiel gerade nach der Pause etwas zu holen.

Verzichten muss Schmitt bei dem Versuch, den ersten "Dreier" zu holen, auf Grösch, Günther-Schmidt, Kübler, Kühne und Zejnullahu, die allesamt verletzungsbedingt ausfallen. Es ist denkbar, dass der Coach wie gegen Würzburg wieder mit einer Doppelspitze agieren lässt. Dann müsste voraussichtlich Donkor auf die Bank. Weil laut BILD auch Rohr ausfällt, könnte Hammann ins defensive Mittelfeld rücken und Fassnacht auf die linke Defensivseite.

Hansa Rostock: Gute Planung

Die Kogge ist in der Spur. Drei Siege in Folge feierte die Elf von Trainer Jens Härtel, auch auf die letzten fünf Spiele gerechnet ist sie das formstärkste Team der Liga. Dabei gewinnt der FCH auch Spiele, in denen er nicht die unbedingte Hoheit über den Gegner hat.

Die Gründe dafür: Ein glänzend aufgelegter Markus Kolke und darüber hinaus die Effektivität in der Offensive, die in den letzten acht Spielen immer mindestens ein Mal traf. Auch der Konkurrenzkampf scheint zu beflügeln. Die FCH-Bank war zuletzt prominent besetzt, Härtel kann Spieler wie Vollmann oder Butzen, die den Unterschied machen können, nachlegen.

Gegen den FCC muss die Kogge jetzt auf Pepic verzichten, der seine fünfte gelbe Karte sah. Für ihn kann Vollmann für Kreativität aus dem zentralen Mittelfeld sorgen. Ansonsten ist die Personalsituation an der Ostsee weiterhin luxuriös, auch Omladic musste unter der Woche nur kurz pausieren, stieg allerdings am Freitag wieder ins Training ein.

Verbesserungsbedarf gibt es angesichts der bisherigen Saison nur in der zweiten Halbzeit. Nur sechs geschossene Treffer in der zweiten Halbzeit sind der zweitniedrigste Wert der Liga - nach dem kommenden Gegner. Dem zollt Härtel auf der Pressekonferenz vor dem Spiel Respekt: "Jena hätte schon mehr Punkte haben können, sie werden auf eine Beendigung der Negativserie brennen. Wir wollen dagegen unsere Serie weiter ausbauen."

Unser abschließender Wett Tipp:

Hansa Rostock setzt die Serie fort: Auswärtssieg. » Jetzt mit 8.00-Quote bei Bet3000 auf Hansa-Sieg wetten.