Waldhof Mannheim: Viererkette wieder eine Option

Glöckner mit defensiven Personalproblemen

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Montag, 14.12.2020 | 09:01
Marcel Seegert im Spielaufbau.

Könnte im Heimspiel gegen Haching eine Viererkette anführen: Marcel Seegert. ©imago images/

Die höchste Niederlage seit dem Aufstieg 2019 musste Waldhof Mannheim am Wochenende hinnehmen. Beim 0:5 gegen 1860 München erlebten die „Buwe“ einen rabenschwarzen Tag, Trainer Patrick Glöckner wollte auch nicht als Ausrede gelten lassen, dass einige Eckpfeiler verletzt oder gesperrt fehlten.

„Ich hätte schon gedacht, dass wir das auf den ganzen Schultern gut verteilen können“, machte er in der Bild (Ausgabe vom 14.12.2020) klar, dass er sich vom Kollektiv mehr erhoffte. Auch wenn das nicht klappte, wird dieses Vorgehen in den beiden noch verbleibenden Partien in diesem Jahr alternativlos bleiben.

Vier defensive Eckpfeiler fehlen

Denn mit Ausnahme von Arianit Ferati, dessen Gelbsperre verbüßt ist und der somit für das Heimspiel gegen Unterhaching am morgigen Dienstag wieder in die Startelf zurückkehren wird, werden weitere Stützen wie Max Christiansen (muskuläre Probleme) oder Jesper Verlaat (Muskelfaserriss) erneut außen vor sein.

Auch die Langzeitverletzten Jan Hendrik Marx (Entzündung der Patellasehne) und Marco Schuster (Aufbautraining nach Leisten-Operation) sind noch kein Thema, womit in der Summe vier defensive Eckpfeiler fehlen. Nachdem auch der Schachzug, Gerrit Gohlke gegen die „Löwen“ als zentrales Glied der Dreierkette aufzubieten, nicht aufging, könnte es zur Abkehr von der zuletzt etablierten Dreierkette kommen.

Mehr Offensive

Mit Marcel Seegert und Marcel Hofrath wäre hierbei die Innenverteidigung mit viel Erfahrung bestückt, auf den Außenbahnen fehlt es ohnehin an sich im Spielrhythmus befindlichen Alternativen zu Marcel Costly und Anton Donkor. Der Verzicht auf eine Dreierkette würde gleichzeitig eine weitere Option im Mittelfeld erlauben, wo statt zuletzt der Zweier- eine Dreierreihe Sturmspitze Dominik Martinovic unterstützen könnte.

Ohnehin dürfte Glöckner darauf hoffen, dass seine Mannschaft neben einer Trotzreaktion auch wieder das Heim-Gesicht zeigt: Während der Auftritt in München bewies, warum dem Waldhof in der Fremde erst drei Treffer erzielte, sind die 22 im Carl-Benz-Stadion erzielten Tore klarer Liga-Bestwert.