Würzburger Kickers: Außenbahnen nun optimal besetzt?

Dauer-Rotation auf beiden Flügeln

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Montag, 09.12.2019 | 15:11

Michael Schiele bei den Würzburger Kickers

Versucht verschiedenste Besetzungen auf den Außenbahnen: FWK-Trainer Michael Schiele. ©Imago images/foto2press

Nach drei Spielen ohne Sieg fuhren die Würzburger Kickers am vergangenen Wochenende einen verdienten Erfolg gegen Viktoria Köln ein. Trainer Michael Schiele zeigte sich ob des 3:1 gegen den Aufsteiger nach dem Spiel zufrieden mit der Mentalität seiner Mannschaft, aber auch mit der Umsetzung spielerischer Elemente, verbuchte zum Beispiel "enorme Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte", wie er auf der Pressekonferenz nach dem Spiel sagte.

Dafür verantwortlich zeichneten sich auch die Außenbahnspieler: Frank Ronstadt verteidigte hinter Fabio Kaufmann auf rechts, während Robert Herrmann und Albion Vrenezi den linken Flügel bespielten. Seit dem 13. Spieltag war es das erste Mal, dass der FWK mit diesen "Pärchen" agierte. Die Würzburger verloren damals mit 0:2 gegen den MSV Duisburg und Schiele nahm das offenbar zum Anlass, auch seine Staffelung auf außen zu überdenken.

Ronstadt und Hemmerich, Herrmann und Kaufmann, zuletzt Kwadwo und Vrenezi oder auch die zu Saisonbeginn gut funktionierende Variante auf dem rechten Flügel mit Hemmerich und Kaufmann wurden versucht, jedoch nicht mit durchschlagendem Erfolg. Auch Kaufmann musste zeitweise die Seite wechseln, obwohl er im rechten Mittelfeld am besten funktioniert.

Wichtiger Baustein

Das bewies der 27-Jährige gegen die Viktoria, leitete den ersten Treffer der Kickers ein, bereitete das dritte Tor mustergültig vor. Wenn überhaupt jemand in Würzburg seinen Platz auf dem Flügel sicher hat, dann ist es Kaufmann, den die Würzburger unseren Recherchen nach gerne halten wollen, die Gespräche über eine Verlängerung des nur noch bis zum Saisonende laufenden Kontrakts laufen. Allerdings dürfte der gebürtige Aalener aufgrund der angesprochenen guten Leistungen auch andernorts begehrt sein.

Hinter ihm machte gegen Viktoria Köln Ronstadt eine solide Partie, beim Gegentreffer zum 0:1 war seine Seite allerdings verwaist. Während auf links mit Herrmann und Vrenezi ein trickreicher linker Flügel bestand, gibt es für Schiele jetzt auch einen Wermutstropfen. Herrmann sah am Wochenende die fünfte gelbe Karte, ist also für die kommende Partie in Halle gesperrt.

Der FWK muss seine Besetzung auf der Außenbahn also nun doch wieder ändern, könnte Kwadwo anstatt Herrmann bringen oder Ronstadt auf links ziehen, während Hemmerich zurück in die Mannschaft rückt - rochieren ist das Zauberwort auf den Würzburger Außenbahnen in der Hinserie in dieser Saison; frei nach dem griechischen Philosophen Herakles: Beständig ist nur der Wandel.

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