Würzburger Kickers: Einigung über Hollerbach-Ablöse erzielt

FWK spendet Einnahmen für karitative Zwecke

Bernd Hollerbach als Trainer der Würzburger Kickers. Jetzt steht er in Hamburg an der Seitenlinie

Weg frei für HSV-Engagement: Der FWK nimmt das Hamburger Angebot an ©Imago

Bei den Würzburger Kickers war in der laufenden Woche eine Personalie ein Thema, die bereits seit Längerem den Dallenberg verlassen hat. Die Rede ist natürlich von Bernd Hollerbach, der beim Hamburger SV die Nachfolge von Markus Gisdol antritt.

Unfaires Angebot?

Dabei wurde der FWK, bei dem Hollerbach ein noch bestehendes Arbeitsverhältnis besitzt, vom HSV übergangen, daraus machten die Würzburger bisher auch keinen Hehl. Nun allerdings kann diese Baustelle geschlossen werden.

Wir nehmen es aber einzig und allein aufgrund der Freundschaft zu Bernd an. (Daniel Sauer über das HSV-Angebot)

Wie die Kickers am heutigen Mittwochnachmittag in einer Pressemitteilung bekannt gaben, werde der Klub das seit vergangenen Freitag vorliegende „Entschädigungsangebot“ annehmen. Gleichzeitig machte Würzburg nochmal klar, dass der Verein für die Vorgehensweise des HSV „absolut kein Verständnis“ habe, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Auch das Angebot entspräche nicht „den Qualitäten von Bernd sowie der Wichtigkeit seiner Verpflichtung“, so FWK-Vorstandsvorsitzender Daniel Sauer. „Wir nehmen es aber einzig und allein aufgrund der Freundschaft zu Bernd an.“

Starke FWK-Aktion

Weiterhin entschlossen sich die Mainfranken, den aus der Hansestadt überwiesenen Betrag nicht zu behalten. „Stattdessen suchen wir uns karitative Organisationen und werden es an bedürftige Kinder und Jugendliche spenden – hälftig an soziale Einrichtungen bei uns in der Region, hälftig an soziale Einrichtungen im Stadtteil St. Pauli“, so Sauer weiter.

Eine kleine abschließende Spitze in Richtung Hamburg konnte sich auch Aufsichtsratsmitglied Sebastian Herkert nicht verkneifen: „Ab sofort sollen sich auch Bernd Hollerbach und seine Mannschaft wieder voll und ganz den sportlichen Themen widmen können, was einigen Verantwortlichen des HSV in letzter Zeit offensichtlich nicht so wichtig erschienen ist.“