Würzburger Kickers: Göbel-Brüder mit Vorfreude

Erstes Familienduell steht an

Patrick Göbel, Spieler der Würzburger Kickers

Patrick Göbel trifft am Sonnabend auf seinen älteren Bruder. ©Imago/foto2press

Die Würzburger Kickers gehören trotz der jüngsten 1:3-Pleite gegen Hansa Rostock zu den formstärksten Teams der Liga, keine andere Mannschaft holte in den vergangenen zehn Partien mehr Zähler (24). In der Tabelle kletterte die Elf von Trainer Michael Schiele in diesem Zeitraum vom Tabellenkeller bis ins Mittelfeld, vor dem 25. Spieltag rangieren die Kickers auf dem 10. Platz.

Premiere im Bruder-Duell

Am Samstag geht es nun gegen den FSV Zwickau, einen Motivationsverlust für die kommenden Partien würde Schiele „nicht dulden“, so der FWK-Coach im Kicker (Heft 15/2018). Besonders Patrick Göbel dürfte mit zusätzlichem Schwung in das kommende Heimspiel gehen. Drei Jahre spielte der 24-Jährige bekanntlich bei den Schwänen, nun trifft Göbel zum zweiten Mal auf die ehemaligen Kollegen – und zum ersten Mal auf seinen älteren Bruder Christoph.

Wenn du denkst du bist vorbei, kommt von irgendwo noch ein Fuß her. ()

„Mein Bruder ist in Zweikämpfen ein ekliger Gegner. Wenn du denkst du bist vorbei, kommt von irgendwo noch ein Fuß her. Das hat er echt drauf“, weiß der Würzburger Offensivmann, worauf es im direkten Duell mit seinem Bruder ankommt. Dies dürfte der 24-Jährige nicht nur in den familiären Aufeinandertreffen abgespeichert haben, standen beide zudem in 89 Pflichtspielen für den FSV gemeinsam auf dem Platz.

Der Wechsel an den Dallenberg hat sich für Göbel bislang gelohnt. Der Rechtsaußen stand in allen bisherigen Partien auf dem Platz, zudem steuerte er vier Tore und sieben Vorlagen bei. „Als es in der Hinrunde nicht so gut lief, bin ich oft angesprochen worden, ob es nicht ein Fehler war nach Würzburg zu wechseln. Natürlich war die Erfolglosigkeit damals nervend. Selbst diese Phase war aber sehr lehrreich“, so der Würzburger über die vergangenen Monate.

Auch Christoph Göbel fiebert dem ersten Punktspiel gegen seinen jüngeren Bruder entgegen. „Wenn ich auflaufe, werden sich aufgrund unserer Positionen die Wege oft kreuzen. Ich werde Patrick nichts schenken“, so der FSV-Kicker, der das Hinspiel aufgrund eines Kreuzbandrisses verpasste, sich zuletzt jedoch wieder im Team von Trainer Torsten Ziegner festspielen konnte.