Würzburger Kickers: Hoffnung auf Paderborner Bayern-Knacks

Schiele will bei Aufstiegskandidat punkten

Will in Paderborn punkten: Würzburgs Trainer Michael Schiele

Mit Ehrgeiz nach Paderborn: Kickers-Coach Michael Schiele © imago/foto2press

Trotz der verflogenenen Euphorie nach dem Ende ihrer Erfolgsserie wollen die Würzburger Kickers im Spiel bei Aufstiegskandidat SC Paderborn (Samstag) wieder auftrumpfen. Die jüngsten Negativerlebnisse der Ostwestfalen machen Kickers-Coach Michael Schiele dabei zusätzliche Hoffnung.

Wir hoffen mal, dass das ein kleiner Knacks war. (Kickers-Coach Michael Schiele)

Besonders Paderborns 0:6 im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen den deutschen Rekordmeister Bayern München noch vor der unerwarteten 0:1-Heimpleite gegen Schlusslicht Rot-Weiß Erfurt hat der Coach dabei im Blick: „Wir hoffen mal, dass das ein kleiner Knacks war“, sagte Schiele in der Main-Post vor Antritt der Reise zum früheren Bundesligisten.

Aufstiegshoffnungen endgültig begraben

Dabei haben die Franken selbst einige Dämpfer zu verarbeiten. Der nach sieben Spielen gerissenen Siegesserie ließ Würzburg in den vergangenen vier Begegnungen nur noch einen Sieg folgen, so dass der Zweitliga-Absteiger die vagen Hoffnungen auf eine direkte Rückkehr ins Unterhaus trotz des Fehlstarts zu Saisonbeginn wohl endgültig begraben musste. Neun Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz sind voraussichtlich nicht mehr aufzuholen.

Dennoch sollen sich die Kickers nach Schieles Vorstellungen in Paderborn teuer verkaufen. Nach zuletzt zwei Niederlagen auf fremden Plätzen fordert der 39-Jährige von seinem Team ungeachtet der „großen Aufgabe“ ein zählbares Ergebnis: Es sei an der Zeit, „auswärts mal wieder etwas mitzunehmen“.

Zu Schieles Matchplan gehören Störfeuer für Paderborns starke Offensive – auch zum Selbstschutz: Die Gastgeber dürften nicht ins Rollen kommen, meinte der Kickers-Coach, „sonst kann es böse werden“.

Für Punkte benötigt Würzburg allerdings auch im eigenen Angriff deutlich mehr Effizienz bei der Chancenverwertung als bei den zurückliegenden Auftritten. Seine Spieler, meinte Schiele, müssten „das Ding irgendwie über die Linie bringen“.