Würzburger Kickers: Magath will 3. Liga in der DFL

Kritik am DFB

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Mittwoch, 20.05.20 | 09:56
Felix Magath

Felix Magath hat eine klare Meinung zur 3. Liga. ©Imago images/Beautiful Sports

Felix Magath, seit einigen Monaten „Head of Global Soccer“ bei Flyeralarm, dem Hauptsponsor der Würzburger Kickers, hat eine klare Meinung zur weiteren Hinauszögerung des Drittliga-Re-Starts. Dem Ex-Trainer fehlt es an Verständnis, dafür, dass nicht einfach dem Beispiel der DFL gefolgt wird, die mit der 1. und 2. Bundesliga wieder den Spielbetrieb aufgenommen hat.

Die Wurzel des Problems sei die Organisation der 3. Liga. „Grundsätzlich darf man fragen, warum eine Profi-Liga nicht bei den Profis, bei der DFL, angesiedelt ist, sondern beim DFB, bei den Amateuren.“, so Magath in der „Bild“ (Ausgabe vom 20.05.2020).

DFB in der Pflicht

Die finanzielle Unterstützung der 3. Liga müsse überdacht werden. Angesprochen auf die 300.000€, die von den DFL-Klubs an jeden Drittligisten verteilt wordens ein sollen, antwortete der 66-Jährige, bei den Kickers sei dieses Geld seines Wissens nicht angekommen.

Umso dringender fordert der frühere Nationalspieler eine Wiederaufnahme der Saison, wehrt sich vehement gegen einen Abbruch. Den sich immer wieder gegen eine Fortsetzung positionierenden Vereinen macht er dabei keinen Vorwurf, sieht vielmehr den DFB in der Pflicht, eine klare Linie vorzugeben.

Geht es im Pokal weiter?

Würzburg war mit einer starken Serie dabei, in der Tabelle zu klettern, ehe Corona den Lauf beendete. Die Franken liegen drei Zähler hinter dem Relegationsrang, machen sich also berechtigte Hoffnung.

Zudem steht das Team von Trainer Michael Schiele im Halbfinale des Bayrischen Landespokals, spekuliert also auf den Einzug in den DFB-Pokal, sollte es noch zu einer Austragung der restlichen Partien kommen. In dieser Hinsicht schöpft der Klub Zuversicht aus der gestrigen Entscheidung der Landesregierung, das Semi-Finale des DFB-Pokals zwischen dem FC Bayern und Eintracht Frankfurt stattfinden zu lassen.

„Wir freuen uns nunmehr auf eine zeitnahe Freigabe der Pokalspiele in Bayern.“, sagt Vorstandsvorsitzende Daniel Sauer in einer FWK-Mitteilung.