Würzburger Kickers: Nur die Balance fehlt

Rausch in Halbzeit eins folgt Kater in Halbzeit zwei

Frank Ronstadt und Luca Pfeiffer von den Würzburger Kickers

Die Würzburger Kickers müssen viele Tore bejubeln, um Spiele zu gewinnen. ©Imago images/HMB-Media

Bei den Würzburger Kickers ist nach einer zwischenzeitlichen Krise nach nun zwei Siegen in Folge erst einmal Ruhe eingekehrt. In der Tabelle geht es aufwärts, die Leistung gegen Meppen stimmte erneut. Dennoch wurde auch wieder ein altbekanntes Problem offensichtlich.

Zu Beginn der Partie liefen die Franken die Gäste wieder hoch an und machten viel Druck. „Wir haben den Gegner überrascht, fast schon überrannt“, fasste Trainer Michael Schiele die Anfangsphase bei Magentasport zusammen.

Kräfteverschleiß in Halbzeit zwei

Auch sein Gegenüber Christian Neidhart musste anerkennen, dass die Kickers mit ihrem hohen Pressing Fehler erzwangen, wie den vor dem 2:0, als Luca Pfeiffer Torwart Erik Domaschke bedrängte. Der Stürmer, nun schon mit vier Toren und drei Vorlagen, bekam dafür ein besonderes Lob vom Vorgesetzten.

In Durchgang zwei allerdings sah das Bild anders aus, was Schiele mit bewusster Taktik-Änderung erklärte. Seine Mannschaft sollte tiefer stehen, dem SVM den Ball geben. „Der Gegner hat uns nicht einmal weggespielt“, resümierte der 41-Jährige zufrieden. Dennoch gab es, wenn auch unglücklich, noch das Gegentor zum 3:2, obwohl Meppen in Unterzahl war.

So zeigt sich doch, dass auch bei einem absichtlich reduziertem Tempo doch der Kräfteverschleiß durch den hohen Aufwand in den ersten 45 Minuten nicht wegzudiskutieren ist. 

Das 15-Minuten-Torverhältnis machte es deutlich: Während in der Anfangsviertelstunde (fünf Tore) wie auch in der gesamten ersten Halbzeit kein Team gefährlicher ist als Würzburg (zwölf Tore), ist die zweite Halbzeit das genaue Gegenteil. Keine Mannschaft weist eine schlechtere Gegentorstatistik in Durchgang zwei auf (5:14), zehn Gegentreffer fielen alleine in der Schlussviertelstunde. 

So ist es die forderste Aufgabe von Michael Schiele, in den kommenden Wochen weiter an der Balance zu arbeiten, wollen die Würzburger in diesem Jahr mehr Konstanz entwickeln und dauerhaft oben ranrücken.

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