Würzburger Kickers: Schiele hat die Qual der Wahl

"Gelbsünder" Neumann und Nikolaou vor Rückkehr

Qual der Wahl: Würzburgs Trainer Michael Schiele

Luxusprobleme bei der Aufstellung: Kickers-Coach Michael Schiele © imago/foto2press

Bei den Würzburger Kickers plagen Trainer Michael Schiele nach zuletzt vier Siegen in Serie Luxusprobleme statt akute Abstiegssorgen. Durch die abgelaufenen Gelbsperren von Sebastian Neumann und Jannis Nikolaou ist der Coach vor dem Duell mit Schlusslicht Rot-Weiß Erfurt (Freitag) für die Wiedereingliederung der beiden Leistungsträger zum Umbau seiner jüngsten Erfolgsformation (3:1 bei der SG Sonnehof Großaspach) gezwungen.

Schiele macht aus der Qual der Wahl kein Hehl. Eine Entscheidung werde ganz schwer, zitierte das Fachmagazin Kicker (Heft 99 vom 07.12.2017) den 39-Jährige zu den Planspielen für die Aufstellung.

Vielleicht bekommt ja einer noch Schnupfen. (Kickers-Trainer Michael Schiele)

Am liebsten würde Schiele offenbar gar keine treffen müssen: „Vielleicht bekommt ja einer noch Schnupfen“, sagte der FWK-Trainer augenzwinkernd weiter. Das würde ihm die Sache einfacher machen.

Kopfzerbrechen um Abräumer-Rolle

Mehr noch als die Position von Kapitän und Abwehrchef Neumann bereitet Nikolaous Platz im zentralen defensiven Mittelfeld Schiele Kopfzerbrechen. Der Ex-Erfurter soll gegen seinen früheren Klub zwar wieder zum Zuge kommen, doch sein Stellvertreter Emanuel Taffertshofer überzeugte in Großaspach vollauf. Für eine Lösung mit Nikolaou und Taffertshofer wiederum müsste bei den Mainfranken im Offensivbereich ein Spieler weichen.

Unabhängig von seinen Personalentscheidungen fordert Schiele von seiner Elf für den Jahresendspurt mit den Heimspielen gegen RWE und Aufsteiger SV Meppen (16. Dezember) nochmals volles Engagement. Zwei Siege wären das „Sahnehäubchen“ auf die Trendwende nach dem misslungenen Saisonstart.

Es sei für den weiteren Saisonverlauf wichtig, wie die Mannschaft in die Winterpause gehe, sagte Schiele. Nach Ansicht des Nachfolgers des Anfang Oktober entlassenen Stephan Schmidt entscheidet sich vor und direkt nach der Winterpause, „in welche Richtung wir uns orientieren können“.

Nachdem sich Würzburg durch seine Erfolgsserie vom Tabellenende zumindest vorübergehend auf einen gesicherten Mittelfelfeldplatz mit sechs Punkten Vorsprung auf die Abstiegzone hochgearbeitet hat, kann der Zweitliga-Absteiger allmählich auch die oberer Tabellenhälfte ins Visier nehmen. Eine Aufholjagd zur verspäteten Erfüllung des ursprünglichen Saisonmission Wiederaufstieg erscheint jedoch eher unwahrscheinlich. Würzburgs Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt immer noch 14 Punkte.

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