Würzburger Kickers: Schiele unter Druck

Probleme in allen Mannschaftsteilen

Michael Schiele von den Würzburger Kickers

Michael Schiele muss Lösungen für die Probleme der Kickers präsentieren. ©Imago images/Jan Huebner

Nach sieben Spielen stehen die wie schon im vergangenen Jahr als Geheimfavorit auf einen der vorderen Plätze gehandelten Würzburger Kickers mit nur sechs Punkten im Tabellenkeller. Trainer Michael Schiele gerät langsam unter Druck und muss sich einige Fragen gefallen lassen.

Abwehrprobleme und Gelegenheits-Sturm

Allen voran ist die Gegentorflut anzusprechen. 21 kassierte Treffer sind der schwächste Wert der Liga. Gegen Zwickau gab es wieder zwei gegnerische Tore, wobei Schiele auf der Pressekonferenz nach dem Spiel klar die Fehler der Abwehrzentrale beim zweiten Zwickauer Tor ansprach, als ein Stürmer in der Mitte alleine blieb.

Dabei schien die Abwehr der Mannschaftsteil zu sein, der noch am ehesten verstärkt worden war. Neben dem gesetzten Sebastian Schuppan kam mit Lion Schweers ein drittliga-erfahrener Abwehrmann für das Zentrum hinzu. Mit Luke Hemmerich war auf der Rechtsverteidigerposition zumindest kein Qualitätsverlust zu befürchten.

Im Mittelfeld wiegt zwar der Abgang von Janik Bachmann und Simon Skarlatidis schwer, warum allerdings Schiele mit Dave Gnaase häufig freiwillig auf einen Leistungsträger der letzten Saison verzichtet, ist rätselhaft.

Der Aktivposten im Zentrum stand gestern erst zum dritten Mal in der Startelf. Der 22-Jährige erhielt im letzten Jahr etwa 75 Prozent der maximal möglichen Spielzeit, wobei er noch drei Partien wegen Sperren verpasste. Aktuell kommt er knapp über die Hälfte der möglichen Spielminuten.

Schaut man auf die Tabelle, scheint zumindest der Angriff mit zwölf Toren einigermaßen die Erwartungen zu erfüllen. Im Detail betrachtet trifft das aber nur phasenweise zu. Die Treffer wurden in wenigen Spielen erzielt, dreimal kam überhaupt kein Tor zustande. Kein Team blieb häufiger ohne eigenes Erfolgserlebnis. 

So fasste Kapitän Schuppan bei Magenta Sport die Lage der Kickers wohl treffend zusammen, als er für die anstehende Länderspielpause ankündigte: „Es reicht anscheinend noch nicht. Wir müssen noch mehr arbeiten.“

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