Würzburger Kickers: Teamcheck 2019/20

Analyse & Prognose zur neuen Saison

Luke Hemmerich am Ball für die Würzburger Kickers

Agil: Würzburgs Neuzugang Luke Hemmerich. ©Imago images/HMB-Media

Mit einer Siegesserie von vier Partien und dem Gewinn des bayerischen Landespokals verabschiedeten sich die Würzburger Kickers äußerst positiv in die Sommerpause, wo der Motor aktuell allerdings noch stottert. Trainer Michael Schiele muss erneut einige Leistungsträger ersetzen – spielt der FWK trotzdem wieder oben mit? Wir haben uns die Mannschaft der Mainfranken genauer angeschaut und liefern am Ende eine Prognose.

Kader & Transfers

Mit Simon Skarlatidis, Patrick Göbel, Jannik Bachmann sowie Orhan Ademi verließen vier Stammspieler den Dallenberg, darüber hinaus fallen Dennis Mast und Peter Kurzweg als Alternative weg, der in der Rückrunde stark aufspielende Caniggia Elva kickt nun für Ligakonkurrent Ingolstadt.

Um die vielen Abgänge zu kompensieren, startete der FWK keine kostspielige Shopping-Tour, sondern handelte mit Bedacht. Der mannschaftsdienliche Angreifer Luca Pfeiffer macht im Schiele-System Sinn, als Ergänzung kam Dominik Widemann aus Unterhaching. Eine qualitative Verstärkung ist auf jeden Fall Dribbler Albion Vrenezi, der den perfekten Gegenpart zu Fabio Kaufmann auf der Gegenseite geben könnte.

Kaufmann konnte wie andere Leistungsträger gehalten werden. Das Defensivzentrum ist mit Schuppan und Hägele damit ebenso gut besetzt wie die Mittelfeldzentrale mit Gnaase und Sontheimer. Allerdings mangelt es in diesem Bereich an Alternativen.

Zu diesen sollen weitere Neuzugänge im Defensiv- und Offensivbereich heranwachsen. Eine ganze Reihe von Spielern verpflichteten die Kickers aus unteren Ligen, jeder von ihnen bringt Entwicklungspotential mit. Mit knapp über 23 Jahren hat Würzburg die zweitjüngste Mannschaft nach Bayern II.

Die aktuelle Form

Zuletzt standen Testspielsiege zu Buche, von denen sich Trainer Michael Schiele allerdings nicht zufrieden zeigte. Gegen tiefstehende Gegner mangelt es dem FWK an Lösungen. In den Partien gegen Wehen Wiesbaden (12.7.) und den FSV Frankfurt (13.7.) hat der Coach noch zwei Möglichkeiten, dieses Problem zu beheben.

Michael Schiele dirigiert die Würzburger Mannschaft

Sieht bei seiner Mannschaft noch Steigerungsbedarf: Michael Schiele. ©Imago images/Jan Huebner

Stärken & Schwächen

Nur Christian Neidhart, Claus Schromm und Daniel Bierofka sind länger bei ihren jeweiligen Vereinen als Michael Schiele beim FWK. In Würzburg herrscht auf der Trainerbank Konstanz und Ruhe, sollte Würzburg wieder in einen Negativstrudel geraten.

Denn genau das kommt beim FWK häufig vor. Die Mannschaft hat Phasen, in denen sie nahezu unüberwindbar scheint und solche, in der ihr nichts gelingen mag, wie zwischen dem dritten und elften Spieltag der vergangenen Saison, als sie ungeschlagen blieb – ehe vier Niederlagen folgten.

Diese Unkonstanz brachte die Kickers in der vergangenen Saison oft um ihren Lohn. Spielerisch wirkte die Elf von Trainer Michael Schiele den Gegner nämlich oft überlegen – dieses jedoch in Zählbares umzumünzen, sprich effektiver und auch erwachsener zu agieren, wird für den FWK eine Aufgabe sein – zumal die Kickers in diesem Sommer einen mittelschweren Umbruch bewältigen müssen.

Der Trainer

Michael Schiele war einst als Co-Trainer von Ralph Hasenhüttl beim VfR Aalen tätig, ehe es ihn über die SpVgg Greuther Fürth nach Würzburg verschlug. Dort ist der 41-Jährige im Verein unumstritten und geht ruhig seiner Arbeit nach – zumindest so lange, bis es auf den Platz geht. An der Seitenlinie kann Schiele zum Vulkan werden.

Mit schwäbischer Genauigkeit vermittelte er seiner Mannschaft ein funktionierendes Positionsspiel, die letzte Zielstrebigkeit ließ die Schiele-Truppe jedoch zuletzt vermissen.

Fazit & Prognose

Die Vorzeichen sind klar: Die Würzburger Kickers haben einen Umbruch hinter sich und müssen auf wichtige Stützen wir Orhan Ademi oder Jannik Bachmann verzichten. Gleichzeitig könnten die personellen Veränderungen aber auch zur Chance für den FWK werden.

Jedenfalls holten die Kickers viele junge, entwicklungsfähige Spieler, welche die benötigte Konstanz allerdings nicht von heute auf morgen auf den Platz bringen werden. So könnten sich die Kickers am Ende im gesicherten Tabellenmittelfeld einpendeln.

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